Clara Luzia

Die gute Nachricht zuerst: Vier Jahre nach „When I Take Your Hand“ steht endlich wieder ein neues Clara Luzia-Album vor der Fertigstellung, und der eine oder andere Vorgeschmack davon wird davon live zu hören sein. Nicht, dass eine Ehrenrunde durch ihren bisherigen Katalog uns nicht gereicht hätte.

Ungern zitiert sich das Popfest-Programm selbst, aber was wir vor zwölf Jahren darin fabulierten, stimmt immer noch, and then some: „Clara Luzias enorme Popularität beruht auf einem ihr Publikum mit einschließenden Selbstverständnis als Antistar und verleiht ihr eine unüberhörbare Stimme, wenn sie Themen wie Gender-Zwänge, sexuelle Diskriminierung, die spießige Enge im Wohnhaus oder die bremsende Dauermüdigkeit ihrer Wahlheimatstadt Wien in täuschend gefällige Melodien verpackt.“

Nicht ohne Grund war in der allerersten Popfest-Stunde 2010 Clara Luzia die allererste Künstlerin auf der damals noch unüberdachten Seebühne. Einen großen Namen hatte sie damals schon. Dass sie der Behauptung Popfest vertraute und diese damit auch gleich wahr machte, werden wir ihr nie vergessen.

Beim ihrem bisher letzten Popfest-Auftritt 2019 spielte sie – auf Wunsch der Kuratorinnen Mira Lu Kovacs und Yasmo – intim solo und akustisch, diesmal dagegen fährt Clara Luzia mit voller Band oder – wie sie selbst formuliert – „mit großem Besteck“ auf: „zwei Bläserinnen und Lina (Ex-Candelilla und Ex-Kurzzeit-Luzi) an der dritten Gitarre.“

Text: RR / Foto © Peter Paul Aufreiter

 
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