Crack Ignaz

Mit seinen zehn Jahren im Game (we remember seinen glamourös untertriebenen Einstand mit „Elvis“, „Herbert Prohaska“ und „Based im Nebel“, 2016 noch überstrahlt vom Hit „Oida Wow“) ist der damalige early adaptor des Cloud Rap, der scheinbar anstrengungslos Südstaaten-Trap vor die Alpenkulisse zerrte, fast schon sowas wie ein Veteran und trotzdem immer noch derselbe frische Prinz wie einst auf dem Salzburger Hanuschplatz.

2020 erschien Crack Ignaz‘ jüngstes Album „Sturm und Drang“, letztes Jahr featurete er neben Modeselektor in KitschKriegs minimalistischem „Nein du liebst mich nicht“. Rechtzeitig zum Popfest erscheint nun seine neueste EP „Blauer Dolch, schwarzes Blut“: „Der Dolch und das Blut sind dabei zwei Motive, die in jedem Song der EP in abgewandelter Form immer wieder auftauchen“, erklärt der Info-Text, „Mal steht ein Android für das schwarze Blut und damit für eine Person, deren Gefühle man nicht entschlüsseln kann. Mal taucht der blaue Dolch in Form von Gefühlskälte auf. Immer aber geht es um Liebe. Um ehrliche aber auch selbstzerstörerische Liebe. Ein blauer Dolch sorgt dafür, dass schwarzes Blut fließt und geht dann darin unter.“ Klingt alles sehr schlüssig.

Als Vorschau darauf, was uns bei Crack Ignaz‘ Seebühnen-Auftritt erwartet, erreicht uns folgende Botschaft: „Crack Ignaz steigt aus dem brennenden Himmel herab um uns mit den ersten Shows seit fünf Jahren zu segnen. Verloren geglaubte Sänge werden unsere Herzen öffnen und uns für das Leben aber auch für den Tod vorbereiten. Lauschet und erfreuet euch. Der Paladin ist zurückgekehrt!“

Text: RR / Foto © Nina Nagele

 
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