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Hunney Pimp verbindet entspannt romantische Songs mit rhythmisch formulierten harten Abweisungen.

HUNNEY PIMP

HUNNEY PIMP

Freitag, 26 Juli 23.00

Im Herbst nach ihrem Popfest‐Debüt 2017 erschien Hunney Pimps erstes Album „Schmetterlinge“, ein von süßem Nebel umflortes Werk mit einer Motte am Cover, die sich im Ohrensessel mit einem Spliff in der Hand und halb geöffneten Augen (ja, diese Motte hat eine Art Hand und Augen…) eine schönere Welt raucht.
Sie verband auf diesem Album entspannt romantische Songs wie „I deck di zu“ mit rhythmisch formulierten harten Abweisungen wie „Einfoch Na“ (Zitat: „Na i fick net mit dir / Also nerv mi net, Kid / Du geh i kann dir bei Bedarf gern a Kerzn in dein Oasch stecken / Ansonsten kannst mi sehr in Oasch lecken“) und legte ihre Rapstimme auf dem Teppich ihres frei über die Beats fließenden Gesangs aus.
Dann kam lange Zeit nichts Neues, abgesehen von einem im Frühling 2018 erschienenen Free Track namens „Scherbn“: bewegender R&B-Gesang auf oberösterreichisch über ein lyrisch jazziges Gitarrenloop, gefolgt von einem weiteren Jahr mysteriöser Funkstille.
Wie des Programmschreibers Recherche ergibt, arbeitete Hunney Pimp indessen an der Fertigstellung eines Zweitwerks mit Titel „Chicago Baby“, das im Herbst bei Hannes Eders Phat Penguin‐Label herauskommen wird. „Musikalisch vielfältiger“ soll es werden, die Produktion tauche in eine frühere Zeit ein und klinge trotzdem „neu und modern.“ Als Signal für eine grundsätzliches Abkehr vom Hip Hop sei „Scherbn“ jedenfalls nicht zu werten. In ihrem neuen Materlial träfen „gesungene romantische Balladen“ auf „härteren Rap“, erklärt Hunney Pimp. „Ich beschreibs gern so: Das Album bewegt sich zwischen Kitsch und Gewalt.“