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Das Pedantische und Perfektionistische ist oft der Feind des Ausdrucks - nicht so bei DRAMAS

DRAMAS

DRAMAS

Donnerstag, 25 Juli 23.00

Das Pedantische und Perfektionistische ist oft der Feind des Ausdrucks. Nicht so bei Viktoria Winter und Mario Wienerreuther alias DRAMAS, deren kunstvoll gedrechselter, kristalliner Electro‐Dream‐Pop bei aller Liebe zum vielspurigen Vocals und dem Eighties‐Gletscherglitzern früh‐digitaler Hall‐Geräte immer einen äh… melodramatischen Kern umspült.
„Wir diskutieren und streiten sehr oft“, zitierte FM4‐Autorin Lisa Schneider die Band in ihrem Porträt als auf die Uneinigkeit geeinigte, kollektive Stimme „Das kann schon mal anstrengend werden, das Endprodukt war es bis jetzt aber noch immer mehr als wert.“
Winter war früher akustische Singer‐Songwriterin, Wienerroither wiederum ist der Sound‐Designer hinter den weltberühmten Musicless Musicvideos. Sei es das Vogelzwitschern in einem Track wie „Midnight Sun“ oder das nicht näher perkussive Schnalzen in der rhythmischen Untermalung von „Comfort Zone / Robot“, sein Geräusche‐Fetischismus klingt im Sound von Dramas durch, die Hauptrolle aber gehört eindeutig der Stimme Winters, nicht zuletzt auf einem gänzlich unironischen Cover des alten Ultravox‐Hits „Vienna“.
Zum für DRAMAS‐Verhältnisse ziemlich leichtherzigen Titelsong ihrer im Frühling 2019 erschienenen neue EP „Flatline“ gibt es übrigens ein Video, das niemand ansehen sollte, die oder der in ihrem/seinen Leben noch einmal ein Schoko‐Fondue essen will.