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ESRAP finden schon seit langem mit politischer Präzision auf deutsch oder türkisch die richtigen Worte für diese aufgeheizten Zeiten.

ESRAP

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Samstag, 28 Juli 22.00

Ihr Auftritt bei der heurigen Festwochen‐Eröffnung, als das Geschwisterduo Esrap bei „Die Arbeiter von Wien“ hinter Mira Kovacs mit dem Mikro in der Faust rappend die Treppen auf die Bühne hinabstieg, holte das 91 Jahre alte Lied der hiesigen Arbeiterbewegung vor den Augen Zigtausender mit einem Schlag ins 21. Jahrhundert, die unumkehrbare Realität einer multi‐ethnischen Stadt.

Dabei finden Esra (Rap) und Enes (Gesang) auf weniger hohen Plattformen bzw. in Bezirken mit höheren Nummern schon seit langem mit politischer Präzision auf deutsch oder türkisch die richtigen Worte für diese aufgeheizten Zeiten. Schon 2011 bezeichneten sie sich als „Ausländer mit Vergnügen“, später dann erhoben sie mit dem Ohrwurm „Der Tschusch ist da“ das tödliche Tsch‐Wort zum „politischen Kampfbegriff“ (Esra). Denn „nicht meine Fäuste, mein Rap ist mein Widerstand“ (ebenfalls).

Auf Youtube findet sich ein Video zu Esras Abschlussarbeit an der Akademie für Bildende Künste im Fach Post‐konzeptuelle Kunst, darin sagt sie: „Ich erzähl hier nicht nur meine eigenen Erfahrungen. Ich bin nicht nur die Esra, ich bin ein Teil der Gesellschaft. Ich trage ihre Diskriminierungen, das System des Rassismus undsoweiter undsofort, deswegen seh ich in meiner Arbeit auch die Verantwortung, das mit meiner Gesellschaft zu teilen. Es gibt unbequeme Wahrheiten, die wir nicht hören wollen, und Rap schafft hier ein Gehör, wo er sagt: ‘Jetzt. Ich ruf aus dem Keller, und die ganze Welt hört zu.’ Unbequeme Wahrheiten, Baby.“

 
 

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