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Lukas Antos schreibt Texte, in denen alle, die noch einen Puls haben, sich wiederfinden können.

LUKAS ANTOS

LUKAS ANTOS

Donnerstag, 26 Juli 21.00

Im Sommer 2016 lud dieser bärtige junge Mann mit seiner Nylon‐Saiten‐Gitarre ein paar Videos auf Youtube hoch. Das war noch bevor er allein auf die Bühne ging. In den meisten dieser Filme stand er im Grünen und sang den Wind an, einmal aber saß er auch auf der Wohnzimmercouch und sang dabei „Mit 27 no bei der Mama / Aber trotzdem schon allein“.

Das war die Selbstmordballade „7 Stiegen“ über Menschen, die sich aus dem Kuchlfenster werfen, verabschiedet von der herben, aber nicht leichtmütig hingeworfenen Pointe „Wiada ana weniger / Es wird a Wohnung frei.“

In der Zwischenzeit ist Lukas Antos als Support von Wanda vor Tausenden aufgetreten und hat sich eine Begleitband zugelegt. Wem so viele zuhören, der kann sich nicht mehr ganz allein fühlen.

Mit Marco Michael Wanda teilt Antos den freien Wechsel zwischen Dialekt und Beinahe‐Hochsprache sowie die larmoyant gymnasiastischen Vokale und eine Vorliebe für zwingende Refrains, nicht aber den Zynismus. Wenn er etwa in „Hin & weg“ singt, dass „die Sommerliebe“ vergehen muss, oder Slim Whitmans „A Fool Such as I“ als „Ein Trottel wie ich“ übersetzt, dann spürt man, dass er nicht bloß fiktive Figuren leiden lässt. Wie heißt es so schön in „Koriander“: „Ich bin immer noch verloren in dir / Und ich weiß, es gibt keinen Weg raus.“

Texte, in denen alle, die noch einen Puls haben, sich wiederfinden können.

 
 

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