Menu

Melanie Ebietoma und Clemens Martinuzzi alias Möwe haben sich mittels party-freundlichen House-Beats und gut gepflegter Spotify-Präsenz einen großen, aufgeregten Followerschwarm erarbeitet.

(C) Unknown

Möwe

Freitag, 28 Juli 02.00

Es gibt Musiker_innen, die herzhaft jammern über diese Zeiten, wo man selbst für tausende Streams nur ein paar zerquetschte Cents kassiert. Melanie Ebietoma und Clemens Martinuzzi alias Möwe dagegen haben sich mittels party‐freundlichen House‐Beats, gut gepflegter Spotify‐Präsenz und sozialer Medienarbeit einen großen, aufgeregten Followerschwarm erarbeitet. Das lässt sich auf Facebook alles augenblicklich überprüfen: zum Zeitpunkt des Tippens 102.271 Likes bei 100‐prozentiger Antwort‐Rate („typically responds within an hour“). Wie sie da überhaupt noch zum Musikmachen kommen, ist eine andere Frage. Ganz sicher keine Messages beantwortet haben sie jedenfalls, während sie neulich beim Wiener Pride die versammelten Menschenmassen in rhythmische Bewegung versetzten. Es ist gerade erst ein paar Jahre her, da hatten sie gemeinsam in einer Rock‐Band gespielt, bis Ebietoma dann bei ihrem Job in der Grellen Forelle feststellte, dass DJs das bessere Leben haben. Beim Popfest dürfen sie so manchen Ex‐Kolleg_innen beim Verstärkerschleppen zusehen.