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Stilistisch gesehen war der Weg vom Straßensänger zum Charts-Feger kaum je so kurz wie heutzutags

(c) Bernhard Kaufmann

Onk Lou

Freitag, 28 Juli 01.00

Stilistisch gesehen war der Weg vom Straßensänger zum Charts‐Feger kaum je so kurz wie heutzutags. Siehe Ed Sheeran, siehe aber auch einen bärtigen Niederösterreicher namens Onk Lou, der an der Häuserecke um Hutgeld spielt und dann ein paar Wochen später mit „In The Morning“ in den Top 5 der Singles‐Charts auftaucht. Seine Pressefotos versprühen gut gelaunten Anti‐Glamour im verschwitzten Hemd, die akustische Gitarre gezeichnet von den Narben seiner Reisen um die Welt. „Er hat auf Songwriterfestivals in Dänemark genauso gespielt wie in Russendiskos in Moskau, auf Wohnungsparties in Berlin oder auf der Straße in Italien“, heißt es in der Info zu seinem aktuellen Album „Bogus“ (und ja, wir haben uns beim Lesen auch zwangsläufig gefragt, ob’s in Moskau auch Ösi‐Discos gibt), „Teilweise knapp 100 Konzerte pro Jahr.“ Nicht nur teilweise, sondern in vollständiger Begleitung seiner Begleitband The Betterlife Inc. wird Onk Lou das Popfest mit Liedern beschallen, die uns – in seinen eigenen Worten – antreiben wollen, „uns zusammen zu tun, um für die gute Sache zu kämpfen, in die Welt hinauszugehen, das Leben zu leben und den Widrigkeiten ins Gesicht zu lachen.”