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Der Sound von La Sabotage lebt – ein bisschen so wie bei den frühen Slits – von anti-rockistischer Reduktion und vertauschten Rollen.

(C) Unknown

La Sabotage

Donnerstag, 27 Juli 22.00

Wie so viele Bands der letzten Jahre sind La Sabotage (Marlene Fally, Nele Hazod und Sara Trawöger aus Linz) aus einem der erfolgreichen Pink Noise Girls Rock Camps hervorgegangen. Ja doch, Kenner_innen der französischen Grammatik, wir dürfen davon ausgehen, dass das Geschlecht des Bandnamen nicht ohne Absicht umgewandelt wurde. Ihre letztes Jahr bei Fettkakao (wo denn sonst?) erschienene erste Seven-Inch klang einerseits genauso DIY und aktivistisch, wie man sich das vorstellen würde, aber andererseits lebt der Sound von La Sabotage – ein bisschen so wie bei den frühen Slits – von anti-rockistischer Reduktion und vertauschten Rollen. Auf der B-Seite „Mad“ spielt etwa die Stimme die Rolle des rhythmischen Riffs, ein auf ambivalentes Stöhnen aufgebauter Song wie „Ghostshit“ überrascht mit einem psychedelisch angehauchten Blockflötenpart, und in der Nummer „Rabengasse“ treffen sparsam eingesetzte Dub-Effekte und gesampelte Wind- und Rumpelgeräusche auf einen unbequemen Stop & Go-Schlagzeug- und Basspart. „Dum dum drum drum / Bum bum street drum / I wanna feel you in my eardrum.“