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Lange Zeit war er die graue Eminenz hinter dem Nino aus Wien (wenngleich mit schwarzem Haar), noch länger war er Mob (erst der Mann Ohne Band, dann Anführer seines eigenen Mobs), und irgendwann wurde er einfach er selber

® Christian Franke

Raphael Sas & Band

Donnerstag, 28 Juli 23.00

Lange Zeit war er die graue Eminenz hinter dem Nino aus Wien (wenngleich mit schwarzem Haar), noch länger war er Mob (erst der Mann Ohne Band, dann Anführer seines eigenen Mobs), und irgendwann wurde er einfach er selber.
Mit seinem Entschluss zum eigenen Namen hat Raphael Sas auch einen weicheren Zugang zu seiner Musik entdeckt und neben der Umgangssprache die Möglichkeiten des Dialekts.
Sicher, das hatten andere Leute in seiner direkten Umgebung (Nino selbst, Ernst Molden) bereits getan, aber die grobkörnige Schwarzweißwelt der „Nackerten Lieder“ des Herrn Sas liegt dann doch in einer anderen Gegend, siehe etwa kleine Hits wie „Ja Genau“, aber auch die gemeinsam mit Vera Kropf von Luise Pop gesungene Hymne „Ayayayayaya“ aus dem Vorgängeralbum „Gespenster“ (2012), die eine Liebe zu irischen Jigs und Beatleskem Pop verriet.
Manchmal klingt Sas wie ein Double jenes weniger bekannten jungen Georg Danzer, der für den deutschen Markt „hochdeutsche“ Versionen von Liedern wie „Elfi“ oder „War das etwa Haschisch?“ aufnahm.
Vor allem aber hat Sas letztes Jahr seinen definitiven Song „Schnee“ geschrieben. „Wetterfeste Harmonien, filigran und schön“, wie es darin heißt, so als würde er uns was über sein eigenes Lied erzählen.
Das alles sind, wie Gerhard Stöger richtig sagt, Wiener Chansons. Und wenn Sas im Video zu „Schnee“ mit der Gitarre neben dem Donaukanal sitzt, dann ist er fast ein bisschen der Brassens und der Fluss einen Augenblick lang ein bisschen die Seine.
Die Band sind diesmal Marie Theres Stickler am Akkordeon, pauT am Bass und Sebastian Schwarz am Schlagzeug (Violinistin Julia Pichler macht Baby-Pause).