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Wer „hard to call“ auf Portugal zu reimen weiß, hat schon einmal wenig sonst zu beweisen

© Kurt Prinz

Little Big Sea

Freitag, 29 Juli 19.30

Wer „hard to call“ auf Portugal zu reimen weiß, hat schon einmal wenig sonst zu beweisen. Aber dieses zu zwei Dritteln aus Bayern, zu einem Drittel aus Wien stammende Trio macht grundsätzlich vieles richtig in ihrem Dreampop, was unter anderem eine Frage der angewandten Selbstkritik zu sein scheint. Einige Versionen ihres nun im Herbst kommenden Debüt-Albums haben Marlene Weber, Gunther Müller und Lukas Kunze offenbar verworfen, ehe sie sich mit Rudi Mayer alias Burkini Beach in Berlin in dessen Studio zusammentaten. Der Sound, den sie da fanden, inspiriert Assoziationen mit den Cocteau Twins bzw. in popgeschichtlicher Verlängerung solche mit jüngeren Bands wie The xx oder Beach House. Links und rechts die statischen zwei Herren an Beats und Keyboards, in der Mitte Sängerin Marlene mit ihrem elektrischen Fingerpicking, jeder Ton bedacht gesetzt, beseeltes Vibrato und ein unaufhaltsamer innerer Drang zur Kathedrale im Kopf.