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In den letzten Jahren war Totally Wired Records die Plattform für jenen Teil Wiens, der für immer starrköpfig heroisch Post Punk bleibt

© Jasmin Rilke

Crystal Soda Cream

Donnerstag, 28 Juli 21.00

In den letzten Jahren war Totally Wired Records die Plattform für jenen Teil Wiens, der für immer starrköpfig heroisch Post Punk bleibt. Und Crystal Soda Cream sind in diesem Rahmen sowas wie eine Hausband, wobei man sich das Haus innen schwarz gestrichen, mit russischen Lustern, wummernden Proberäumen im Keller und natürlich besetzt vorstellen würde.
Auf ihrem jüngsten Album „Work & Velocity“ vermitteln Theresa Adamski (Schlagzeug, Keyboards, Stimme), Philipp Forthuber (Stimme, Gitarre) und Sebastian Ploier (Bass) erstmals ihre volle Wucht des Konzert. Beim Mixen hat Jasmin Maria Rilke wohl der Geist Martin Hannetts über die Schulter geschaut. Ihr Band-Info erwähnt freiwillig Rowland S Howard, Geisterfahrer und die Au-Pairs, aber gerade bei einem Song wie „Rationale Arbeitsschritte“ fühlt man sich daran erinnert, dass auch Peter Hein von Fehlfarben nun schon seit Jahren in Wien lebt. Und wie sich das ausgeht (Der Großteil des Albums wird allerdings immer noch auf Englisch gesungen).
Crystal Soda Cream machen düstere Musik für beklemmende Zeiten. Was der Post-Punk-Generation ihre dystopische Paranoia war, ist ihnen das kurze, toxische Erwachen aus der Massenhypnose. „Niemand bemerkt dich / Wem schlägt die Stunde?“ Das soll für eine Pose halten, wer noch den Luxus dazu hat.

 
 

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