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Zwar gab es in Wien immer schon reichlich Bands, die dem Funk-Begriff frönten. Aber keine wie ROBB

(c) Robb

Robb

Samstag, 30 Juli 20.00

Zwar gab es in Wien immer schon reichlich Bands, die dem Funk-Begriff frönten. Aber keine wie ROBB, bei denen die Tunes stets genauso wichtig sind wie Groove und Harmonien. Man hört es den Akkorden an, diese Leute verstehen ihren Jazz, kultivieren aber auch eine Art reformierten, organischen Vintage-Style mit sanft dosiertem Hipster-Flair. Der Bass zum Beispiel hängt nicht, wie so oft im Genre der Mucke-Macker, auf Kinnhöhe, sondern im Beckenbereich, wo er hingehört, kommt mit vier Saiten aus, und nicht nur einmal schwingt dabei der coole Tokai-Headstock in Richtung Kamera.
ROBB, der Name, steht eigentlich für Sänger und Songwriter Rob(ert) und B(and). So mühelos anglophon und dezidiert unwienerisch klingen ihre Hervorbringungen nicht zuletzt, weil jener Robert Summerfield als halber Amerikaner in Münster aufwuchs – mit dem Motown-Katalog als Kindheits-Soundtrack.
Bei ROBBs erster EP „Clay“ (2014) ging noch jedes ihrer Stücke von einem von Summerfields solo verfassten, fertigen Songs aus. Nach zwei Singles im letzten Jahr („Feeble Lines“, „8th Grade“) hat die Band sich das Material ihrer heurigen Zweit-EP „Heat“ dagegen in Jams erarbeitet. Das Ergebnis sind härtere und harschere, aber auch tanzbarere Beats und eine Stilverschiebung in Richtung kontemporärer R&B. Der Titel ihres jüngsten Hits „Down With It“ ist offenbar Programm.