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So sehr das Format Rockband immer wieder nach Erneuerung verlangt, so unvermeidlich wie ein bleierner Zeppelin (danke an das Bandinfo für die schöne Metapher!) sucht es schließlich wieder Bodenfühlung.

Steaming Satellites

Steaming Satellites

Donnerstag, 25 Juli 18.30

So sehr das Format Rockband immer wieder nach Erneuerung verlangt, so unvermeidlich wie ein bleierner Zeppelin (danke an das Bandinfo für die schöne Metapher!) sucht es schließlich wieder Bodenfühlung. Ungeachtet ihrer Ambitionen in Sachen Space Rock und elektronischer Spielereien haben die Steaming Satellites auf ihrem heurigen Zweitling „Slipstream“ vor allem (flüstern wir es) den Blues wiedergefunden. In einem Song wie „No Sleep For The Damned“ kommt der Robert Plant in Sänger Max Borchardt samt vor dem geistigen Auge bloßgelegtem Oberkörper und windgepeitschter Lockenmähne zum Vorschein. Ja, selbst wenn zwischendurch kontemporäre Synth-Sounds, verzerrte Bässe, programmierte und live gespielte Breakbeats und Disco-Anklänge mit lockerem Hüftschwung über die Grenzen des Retro-Kosmos hinaus tänzeln: Im Grunde bleiben diese drei Salzburger doch der ewigen Wahrheit des Rock, dem sich mit repetitiver Macht ins Hirn bohrenden, allmächtigen Riff verpflichtet. Genau das macht sie auch zu einer geborenen Festival-Band, wie heuer zum Beispiel das Publikum beim Eurosonic feststellen durfte, ehe die Steaming Satellites auf ausgiebige Tour durch Deutschland und Österreich gingen. In der Zwischenzeit rotierte mit „So I Fell Down“ eine Ballade durchs Radioprogramm, die mit der romantischen Zeile „I thought about the ones I hate most and you know you’re on my list“ beginnt. Wer immer auch damit gemeint war, für Max Borchardt hat sich diese Abrechnung auf jeden Fall ausgezahlt.

 
 

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