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Mit „staubiger Schtettl-Romantik oder musikalischer Brauchtumspflege“ wollen sie nichts zu tun haben. Trotzdem hat sich dieses mit zwei E-Gitarren, Bass und Schlagzeug bestückte Ensemble nicht ohne Grund nach dem selbsternannten „King of Jewish Music“ des frühen 20. Jahrhunderts benannt.

Nifty’s

Nifty’s

Samstag, 28 Juli 02.30

Mit „staubiger Schtettl-Romantik oder musikalischer Brauchtumspflege“ wollen sie nichts zu tun haben. Trotzdem hat sich dieses mit zwei E-Gitarren, Bass und Schlagzeug bestückte Ensemble nicht ohne Grund nach dem selbsternannten „King of Jewish Music“ des frühen 20. Jahrhunderts benannt. Der Name Nifty’s soll also nicht Zeugnis ihrer Fingerfertigkeit sein, sondern eine Anspielung auf die schillernde Figur des Naftule Brandwein, einer aus Galizien in die USA eingewanderten Klezmer-Legende des Shellac-Zeitalters. So wie Brandwein sich seinerzeit mit Glühbirnen und Neonröhren dekorierte, ist auch diese Band voll elektrifiziert. Und so wie Brandwein Balkan- und Gipsy-Musik in sein Klarinettenspiel einfließen ließ, verarbeiten Nifty’s munter Rock-, Jazz- oder Ska-Einflüsse – allerdings schon zu einem derart fortgeschrittenen Grad, dass sich ihre Musik auch mit größter Toleranz längst nicht mehr als Klezmer klassifizieren ließe. Und das ist der Band rund um Gitarrist Fabian Pollack, dessen eigene Großmutter – so wie einst Brandwein – aus Galizien kam, vermutlich bloß recht.

 
 

Popfest Sessions

Talks, Vinylbörse und Live Showcases im Wien Museum Samstag und Sonntag, ab 11.00 bzw. ab 12:00 in Kooperation mit MICA Austria