MIRIAM ADEFRIS

Menschen hierzulande, die genauer hinhören, werden Miriam Adefris‘ Harfenklänge unter anderem von Tracks wie „Grauer Trog“, „Gebrochen“ oder „Dichter Schnürlregen“ von Marco Kleebauers Projekt Wetter Etc. her geläufig sein, internationale Ohren kennen sie dagegen eher aus dem Werk des Briten Floating Points (zuletzt auf seinem Soundtrack zur Anime-Serie „Lazarus“) oder ihren Arbeiten mit dem jungen UK-Starjazzer Shabaka Hutchings und der in Kalifornien lebenden Spiritual Jazz/Indian classical-Sängerin Ganavya.
Adefris ist musikalisch mehr als polyglott, sie beherrscht die harmonischen Regeln äthiopischer Musik, hat in Wien klassische Harfe studiert und sich in London in die Experimental- und Jazz-Szene eingebracht. Sie arbeitet und lebt ebendort als Klangkünstlerin, Komponistin und Session-Musikerin. Ihr Instrument spielt sie mal analog, mal elektronisch prozessiert, laut ihrem Info-Text pflegt sie ein „Interesse an Texturen, der Reziprozität von Klang und seiner Umgebung. Ihre sowohl in Improvisation als auch komponierten Strukturen verwurzelten Solo-Sets animieren zum Eintauchen und eröffnen in ihren Hörerfahrungen alternative Zugänge.“
 
Foto © Olivia Brissett