ROSE MAY ALABA

Sie sei eine „kulturelle Brückenbauerin“, liest man über Rose May Alaba. Eine, „die mit ihrer Musik Grenzen überwindet und ihre Wurzeln feiert.“ Das ist keine Übertreibung, denn wer nur ein bisschen tiefer in ihr mittlerweile ganz schön umfangreiches Gesamtwerk eintaucht – ein Album und unzählige größere und kleinere Hits, jeder davon eine ausgefeilte zeitgenössische Pop-Produktion -, erhält eine Ahnung von der Reichweite ihrer interkontinentalen Präsenz.
Alaba ist nicht nur in Österreich ein Popstar, sondern auch in Nigeria, dem Herkunftsland ihres Vaters, übrigens ebenfalls ein Musiker. Schon als Teenagerin orientierte sie sich nicht nur an den offensichtlichen Role Models (Whitney, Beyoncé, Rihanna …), sondern hörte auch nigerianischen Afropop und Highlife von Künstler:innen wie P-Square oder Yemi Alade. In Interviews mit nigerianischen TV-Sendern erzählt sie von einer lebhaften Afrobeat-Szene in Wiener Clubs, die in den gängigen Darstellungen der Popkultur in Österreich unsichtbar bleibt.
Insofern ist es mehr als nur eine kleine Geste, wenn diese kulturelle Brückenbauerin ihre Songs hin und wieder auch in deutscher Fassung liefert (siehe erst neulich eine übersetzte Version von „Feel Again“ – „Jetzt, wo du weg bist und ich hier erfrier, kann ich wieder fühl’n“). Wie sagt es der Info-Text zur Künstlerin: „Mit weltweitem Potenzial und Songs, die über Kontinente hinweg begeistern, ist Rose May Alaba nicht nur ein Rising Star – sie ist eine Bewegung.“
 
Foto © Simon Rajchl