Es gibt Musik aus Wien, die wird nie mit lokalem Lorbeer bekränzt, weil sie sich in ihrem Wesen gar nicht lokalisieren lässt und eine internationale Art von Independent-Pop-Begriff verkörpert, statt sich (pop)kulturell anzuheimeln. Nicht selten erscheint solche Musik bei Siluh Records, dem hiesigen, kleineren Äquivalent von Labels wie Sub Pop oder 4AD. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist der Dream-Pop/Indie-Rock-Sound der Band Ischia, der mit seinen Anklängen an Achtziger-/Neunziger-Bands wie Throwing Muses oder die Pixies genauso gut aus Rhode Island oder Massachusetts kommen könnte.
Benannt sind sie nicht nach der italienischen Vulkaninsel, sondern dem tatsächlichen Familiennamen von Frontfrau, Sängerin, Gitarristin und Texterin Adele Ischia. Ihr vor bald zwei Jahren erschienenes Album verdient – entsprechend dem selbstbewusst seinen Platz in der Zukunft fordernden Titel „leave me to the future“ – immer noch entdeckt zu werden.
Foto © Franziska Barcsay
Tag 2 – Fr 24 Juli – 20:00 Wien Museum







