Im flackernden Licht tanzen schwarze Schatten an den Wänden der Höhlen: Sänger Hieronymus Kloss, manchmal mit wie im Schreck aufgerissenen Augen, manchmal versteckt hinter einer primitiven Maske, zappelnd wie ein elektrisierter Kellner ohne Tablett, steif wie eine Figur aus Oskar Schlemmers Triadischem Ballett. Sein Bruder Enzio in weiten Bundfaltenhosen an der Flying V – das passende Instrument, denn gelegentlich rutscht die improvisierte Energie gar in Richtung Metal, im dynamischen Komplott mit Moritz Meixner am Schlagzeug und Markus Windisch am Bass.
Gedächtnisstarken Popfest-Aficionados werden diese Namen von der Band Schattenmusik her bekannt sein, welche im Jahre ’23 den Karlsgarten bespielte und seither nie im selben Raum wie der CAVE CLUB anzutreffen war. Auffälligerweise. Aber da enden auch schon die Zusammenhänge, denn die Musik, die Meixner, Windisch und die Brüder Kloss seit 2024 im Zeichen dieses Höhlenvereins fabrizieren, ist eine gänzlich andere, laut Band-Info trefflich beschrieben als „durchdrungen von experimentellen Rhythmen, zyklischen Riffs und intuitiven Melodien.“ Die Band gieße „Elemente aus Techno und Beatmusik in Formen aus Heavy Rock, Psych und Punk. Damit beruft sich die Musik auf die ursprüngliche Form des Rock’n’Roll als Tanzmusik.“ Man berichtet weiter von „ekstatischem Tanz“ bei „rituellen Live-Shows“ und der Inspiration „urzeitlicher Dichtkunst“ zu Texten, die klängen wie „spirituelle Beschwörungen“. CAVE CLUB verstehe sich als „Statement gegen menschenfeindliche Machtstrukturen und ein von Konsum getriebenes System. Nach der self-titled EP aus dem Jahr 2024 wird 2026 ein Debüt-Album folgen: ZEN PUNK. Das Werk zelebriert Ambivalenz und die Akzeptanz von Widersprüchen sowie die Rückkehr zu einer matriarchalisch geprägten Gesellschaft.“
Foto © Fanny Seiwald
Tag 3 – Sa 25 Juli – 23:00 TU Prechtlsaal







