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Intros

Wir sind einen ziemlichen Weg gegangen. So viele Popfeste, so viele musikalische Entdeckungsreisen, Jahr für Jahr. So vieles haben wir gelernt und so vieles kennengelernt, Menschen und Musik, Menschen und ihre Musik. Der DIY‐Spirit der Anfänge ist immer noch kräftig spürbar, Sentimentalitäten schleichen sich kurz ein. Das 10. Popfest steht vor der Tür und wir haben uns gefragt: Wie sollen oder besser wollen wir unser erstes echtes Jubiläum begehen? Wollen wir das überhaupt tun?

Gut, unsere diesjährigen Kuratorinnen Mira Lu Kovacs und Yasmin Hafedh haben uns diese Entscheidung schnell und ganz leicht abgenommen: Ihr kompromisslos und konsequent ausgedachtes und verfolgtes Programm steht ganz für sich, es öffnet und schärft den Blick gleichzeitig, ist eine klare Ansage, welche Hierarchien bewusst hinter sich lässt und die weiterer Erklärungen nicht bedarf. Miras wunderbarer Satz „Wien, Du Vielvölkerstadt, zeig her deine Schätze“ ist also unser Jubiläumsprogramm hier und jetzt. Nach vorne gerichtet in eine schönere, gerechtere, bessere Welt.

Der Blick zurück, den gibt es natürlich auch. Er ist dort, wo Zeitgeschichtliches und Zeitgenossenschaft im heimischen Pop immer gut untergebracht sind, wenn sich jemand darum kümmert: In unserem Fall zwischen den zwei Buchdeckeln von Robert Rotifers bibliophiler Sammlung aller KünstlerInnen, die je Teil dieser großangelegten Karlsplatz‐Besiedelung waren. „Ein Deka Pop“ heißt der Ziegel und er erscheint am 19. Juli im Falter Verlag, rechtzeitig zum 10. Popfest.

Eine erfreuliche Besonderheit des diesjährigen Festivals sei noch kurz hervorgehoben. Das Wien Museum, seit Beginn an essentieller Partner des Popfests, wird vor den angehenden Umbauarbeiten und inmitten seiner aktuellen Streetart‐Ausstellung „Take Over“ einmalig zu unserer Homebase und Festivalzentrale. Das Popfest wird zudem das Haus drei Tage lang mit einem wilden Mix aus schrägen Popformaten und Konzerten bespielen, am Ende steht eine „aggressive Heilmesse“, an der man teilgenommen haben sollte.

Nicht nur für Hardcore‐Neugierige lohnt es sich jetzt, diese Homepage durchzusurfen und in Miras und Yasmos weite Popwelten einzutauchen, bevor es Ende Juli in echt am Karlsplatz losgehen wird.
Hier tut sich was. Viel Vergnügen!

Dankesworte gehen an die Stadt Wien für die Ermöglichung, das BKA, die Wiener Städtische Versicherung und an die AK Wien für die wichtige Unterstützung. Ganz besonders bedanken wir uns bei allen auftretenden KünstlerInnen, allen MitarbeiterInnen und Supportern, den zahlreichen Partnern und unserem geschätzten Publikum.

Christoph Möderndorfer
Popfest Wien

 
 

Wien, du Vielvölkerstadt! Zeig her deine Schätze!

Pop will es nicht allen Recht machen. Und wir wollen das auch nicht.
Wir wollen all die Geschichten auch mal aus anderen Mündern hören.
Wir wollen Bühne bieten und Platz machen.
Wir wollen Grenzen sprengen und faire Bezahlung.
Pop will nicht mehr nur gefallen, und wir wollen das auch nicht.
Qualität vor Quantität! Und keine Entschuldigungen!
Wir wollen Glitzer und Grind,
Glattheit auf Schmirgelpapier.
Wir wollen ganz laut und ganz leise, wir wollen die Karten neu mischen.
Pop will gehört werden, und wir wollen zuhören.
Auf welche Art auch immer sich Pop verständlich machen will (!)
Seit 10 Jahren gibt es nun das Popfest und mit jedem Jahr hat sich sowohl das Fest als auch Pop etwas erkämpft: Pop fordert, nimmt ein, ist dreist. Pop will keine Norm, und wir wollen das auch nicht.

Eine Neuerung werden u.a. Jambühnen sein, auf denen gehostete Jamsessions aus den verschiedensten Richtungen stattfinden werden: Peotry Slam, Jazz Slam, Open Mic & more.
Denn Sessions sind ein Ort wo Musik entsteht, wo man netzwerkt, ausprobieren kann und auch scheitern darf. Wir wollen uns auf die vielseitigen Künstler*innen der Zeit konzentrieren und Wien als Vielvölkerstadt feiern, die sie schon immer war.

Wir wollen auch den heteronormativen Popdiskurs weiterhin brechen, so wie das die KuratorInnenteams der letzten 9 Jahre zum Teil schon gemacht haben und Acts auf die Bühne stellen, die man vielleicht nicht erwarten würde, die diese Sichtbarkeit nicht immer haben, denn das sollte 2019 die leichteste Übung sein. Auch Mehrsprachigkeit in der Musik ist uns ein Anliegen. Es ist Zeit die alten Strukturen zu verlassen, denn Pop wird nie alt sein.

Mira Lu Kovacs und Yasmin Hafedh (Yasmo)
KuratorInnen

 
 

Karlsplatz Venues

Seebühne
Openair 2
Festivalzentrale Wien Museum
Atrium
Hall of Fame
TU Kuppelsaal
TU Prechtlsaal
Heuer
Club Roxy
Karlskirche
Karlsgarten
Stadtkino

Ein Deka Pop

ein deka pop