Kerosin95

Kerosin95 widmet dieses Konzert, das zweite Mal Popfest nach 2019, allen trans* Personen und lädt zur kollektiven Raumeinnahme ein. Das Motto: Schluss mit höflich, raus die Ellbogen und ab in die erste Reihe. Das neue Programm von Kerosin liefert new school Rap, old school Hip Hop, Kuschel-Pop und Feature Gäst*innen.

Kerosin95 und their „trans* cuties“ teilen aus. Auf der im April erschienenen EP „Trans Agenda Dynastie“ fragt Kerosin95 fragt auf oldschooligen Beats mit hochgezogener Augenbraue: „Was gibt’s heute zum Mittagessen? Ich glaube Beef.“ Ein vertonter Mittelfinger an alle Leute, die in trans* Existenzen eine inszenierte Agenda sehen. Der Titel-Track war der erste Vorbote der EP und die Hymne auf eine Utopie, die keine mehr sein sollte. Denn, so heißt es einmal sehr trefffend: „Wir sind keine ausgedachte Dunkelziffer.“

„Bullshit Bingo 1.0“ wiederum macht seinem Namen alle Ehre und zeigt, dass Kerosin95 immer die wunden Punkte der Ewiggestrigen trifft. Textzitat: „Und plötzlich berührt er mich / Kommentiert meine Haare, sagt er kennt meine Band / Prahlt mit ganz großen Fragen, ist viel zu präsent / Sagt er ist Feminist, hat ein Europa-Tattoo / Ich sag ihm ins Gesicht: Ey, hast du das Schild nicht gelesen, als du gekommen bist? Keine cis-hetero-Typen sind erlaubt.“
Kerosin95 aka Kem ist neben dem Solo-Rap-Projekt auch anderweitig aktiv in Österreichs Musikszene: Kem komponiert und textet, gibt Beatbox- und Stimmen-Workshops in Österreich, spielt Schlagzeug in Bands.
Das Debütalbum „Volume 1″ aus 2021 erreichte in Österreich die Top 40 Album-Charts, der Song „Shiver“ war bei FM4 auf Platz 1.

Foto © Lena Kuzmich

 
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