MONSTERHEART

Anna Attar, das Monsterherz, spielt heuer nun schon beim vierten Mal zum Popfest, aber ihr Sound hat sich seit den Jahren ’12, ’14 und ’18 deutlich verfeinert und präzisiert. Auf ihrem jüngsten Album „The New“ umarmt sie das dynamische Bandformat, fällt aber zwischendurch ebenso selbstverständlich auch wieder auf Drum Machine, Gitarre und Orgel zurück. „Let’s forgive not forget / Let’s be brave not regret“, singt Attar im Titeltrack, „It is time for you to come clean / Wash yourself off your sin / Put a dress on / And feel welcome.“
„Ihren eigenen, als Graveyard Pop betitelten Signature-Sound hat Monsterheart schon lange etabliert“, schreibt Christoph Sepin im Info-Text, „Auf ‘The New’ werden dem Post-Punk verwandte Percussion, die verwaschen-sanfte Stimme und der typische Keyboard-Orgel-Sound perfektioniert. Die Instrumentierung ist dazu da, einen Zweck zu erfüllen: Monsterhearts Gedanken über die Welt in Popohrwürmer zu verpacken. Das sind Lieder über Sehnsüchte, Träume und das Reisen im Kopf (‘Crossed’), große Herzschmerz-Lovesongs (‘Flowers’), behutsame Liebesbekundungen (‘Daylight’) und Songs über Solidarität und Mitgefühl, während draußen die Welt untergehen mag (‘EOTW’).“
Künstler*innen stellen sich gern als originäre Eigengeburt dar, sympathischer ist es aber allemal, wenn sie sich zu ihren Referenzen bekennen. Im Fall von Monsterheart fallen dabei die Namen „Sparks, Kate Bush, Talk Talk, Siouxie and the Banshees, Magazine, B‑52s, NIN, Grimes, DEVO, Roxy Music, R.E.M., Cat Power, Pixies, Elastica.“ Das sagt einiges, aber längst nicht alles über eine der besten Singer-Songwriter*innen dieser an solchen nicht armen Stadt.
Live wird Anna Attar von Judith Filimónova am Bass und Raphaela Fries am Schlagzeug unterstützt.

Foto © Anna Attar