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Es war immer klar, dass es einem wie Andreas Spechtl auf die Dauer nicht reichen würde, den Indie-Rock-Star zu geben.

ANDREAS SPECHTL

ANDREAS SPECHTL

Sonntag, 29 Juli 23.00

Es war immer klar, dass es einem wie Andreas Spechtl auf die Dauer nicht reichen würde, den Indie-Rock-Star zu geben. Auf seinem Ende letzten Jahres erschienenen Solo-Album „Thinking About Tomorrow And How To Build It“ entfernte er sich von dieser Rolle bis nach Teheran, wo Spechtl den vorigen Winter verbrachte.

Zwei Zitate aus dem untoppbaren Info-Text von Max Dax: „Es ist persönlich — der Auteur Andreas Spechtl erlaubt tiefe Einblicke in die Seele seines Ichs, das bekanntlich nach Arthur ‘Je est un autre’ Rimbaud das Ich eines Anderen ist. Es ist geschichtsbewusst — der Musiker Andreas Spechtl knüpft emotional zitierend an die kosmische Musik von Can und die Klangskulpturen von Conrad Schnitzler an. Es ist schließlich modern und hybrid — der Beobachter Andreas Spechtl schichtet Klänge und Samples zu einem Stein- oder Klangbruch, der sich über jede kontinuierliche Bassdrum legen lässt und jedes DJ-Set auf diese Weise in ein neues Raum- Zeit-Kontinuum zu katapultieren imstande ist. Denn wir hören: Traditionelle persische Perkussions- und Saiteninstrumente, deren Klänge von Andreas Spechtl gesampelt, neu zusammengesetzt und mit zeitgenössischen Beats, Filtern und Effekten bearbeitet wurden. Entstanden sind auf diese Weise räumlich ebenso komplexe wie faszinierend-verwirrende Klanggebäude, deren gleichmütiger Rhythmus gleichwohl vertraut erscheint und der Grund dafür ist, weshalb diese Musik so leicht an Narrationen aus der jüngeren elektronischen Musik anzuknüpfen weiß.“

In Teheran haben die Menschen keine Angst vor der Zukunft. Sie wissen, dass alles nur besser werden kann. Bis dahin feiern sie und sind kreativ hinter verschlossenen Türen. Und Andreas Spechtl tat es ihnen gleich. ‘Ich war immer wieder verzaubert von der Schönheit der Sprache’, berichtet Andreas Spechtl, der im persischen Winter auf dem ‘Africa Blvd’ zunehmend verstummte und die Musik zu seiner Version dieser Sprache machte.“

 
 

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