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„Es ist Zeit, die Umstände umzukehren und sich einfach mal zu nehmen, was diese schöne Welt so zu bieten hat"

(C) Apollonia Bitzan

Fauna

Freitag, 28 Juli 00.00

Einer der Gründe, warum elektronische Musik zum Beispiel bei der Limonadenvermarkung schon seit Jahrzehnten gut ankommt, ist dass sie immer schön abstrakt bleibt. Im Fall von Rana Farahani alias FAUNA besteht dazu allerdings keine Chance. „Es ist Zeit, die Umstände umzukehren und sich einfach mal zu nehmen, was diese schöne Welt so zu bieten hat. Die Musik liefert den perfekten Soundtrack dazu“, sagte sie neulich in einem aufschlussreichen Interview mit der Website des mica. Und: „Wenn ich zum Beispiel etwas lese, was mich zutiefst ärgert, setze ich mich aufgeregt hin und lasse es raus, indem ich einen Track aus dieser wütenden Energie mache. Meistens kommt dann etwas raus, was eher melancholisch klingt, aber manchmal gelingen mir da total heftige und aggressive Tracks. Das sind dann meine Lieblingsstücke.“ FAUNA ist nicht nur in der feministisch-aktionistischen Burschenschaft Hysteria, sondern auch in der von Marlene Engel kuratierten, politisch-elektronischen Club-Reihe „Bliss“ aktiv. Bei ihr spielen Sound und Text oft gleichwertige Rollen, Zorn und Traurigkeit geben einander die Hand. „I never watch brainwash TV / I want my mind to relax and to be free I’m like a ghost, and this is my world in-between“, heißt es etwa in einem Track namens „Anti“: „I don’t give a shit about the internet, I’m in the real world, in the real zone where rules are different.“