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Pop steht nie für sich selbst, sondern ist aus Prinzip ein Produkt seiner Zeit

Which side are you on? Warum Pop wieder Farbe bekennen muss
(c) Simon Brugner

Which side are you on? Warum Pop wieder Farbe bekennen muss

Sonntag, 31 Juli 14.00

Moderation: Robert Rotifer, Gäste: Yasmo, Bobby Slivovsky

Pop steht nie für sich selbst, sondern ist aus Prinzip ein Produkt seiner Zeit. In ganz Europa blühen Rassismus und Fremdenhass, und niemand kann mehr neutral bleiben. Bei den letzten Bundespräsidentenwahlen ist in Österreich gerade noch an einer rechtsnationalen Mehrheit vorbeigeschrammt.
Ein Rapper wie Nazar erklärt sich entfremdet vom sozialen Klima in seiner Heimat Favoriten, und ein Identitären-Führer outet sich als Wanda-Freund und sagt, es ist ihm egal, was die Band davon hält.
Der progressive Konsens des Pop an sich ist in Frage gestellt, es winkt die Forderung nach einer Rückkehr zu einem völkischen Kulturbegriff.
Die Frage ist nicht mehr, ob Pop zu solchen Entwicklungen einen klaren Standpunkt beziehen muss (das müssen sowieso alle), sondern wie. Und ob es was nützt – gerade in einer Zeit, da Musiker_innen längst keine moralische Autorität mehr besitzen.

 
 

Popfest Sessions

Talks, Vinylbörse und Live Showcases im Wien Museum Samstag und Sonntag, ab 11.00 bzw. ab 12:00 in Kooperation mit MICA Austria