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„Was braucht man mehr als zwei großartige Stimmen, eine akustische Gitarre, ein experimentelles Cello und verschiedene Arten von Percussion?“

DAWA

DAWA

Sonntag, 28 Juli 18.30

Was braucht man mehr als zwei großartige Stimmen, eine akustische Gitarre, ein experimentelles Cello und verschiedene Arten von Percussion?“ fragt die Bandbeschreibung auf Dawas Website. Geschätzten sieben Achteln der in diesem Programmtext beschriebenen Bands würde dazu ja so einiges einfallen, aber das Reduzieren von Optionen ist durchaus eine relevante Methode im Zeitalter der unendlichen Multitrack-Möglichkeiten. Andersherum gesagt: Wenn Laura Pudelek, Barbara Wiesinger, Norbert Kröll und John Michael Dawa ihr Album „This Should Work“ genannt haben, dann ist das eine wissende Form von Understatement. Schließlich fühlt sich die Musik, die sie produzieren, nach soviel mehr an als ihre von Heerscharen an Singer-SongwriterInnen gnadenlos ausgequetschte Straßenmusikbesetzung vermuten ließe. Was Dawa tun, wirkt gerade deshalb so magisch, weil ihre nüchtern akustische Formel auf Dauer der Theorie nach eben nicht reichen sollte. Tatsächlich entwickelt ihr Album, so wie ihre Live-Shows, aber einen unwiderstehlich mesmerischen Sog. Der Grund dafür liegt nicht nur in ihrem durch seine zielsicher ungekünstelte Selbstverständlichkeit bestechenden Songwriting, sondern auch in dem großen Raum, der dem wunderbaren Zusammenklang der Stimmen Dawas und Wiesingers dank der minimalen Instrumentierung zukommt. Was wiederum die rhetorische Frage Dawas am Anfang dieses Absatzes beantwortet: In ihrem Fall braucht es da gar nichts, allerdings nicht aus puristischen Gründen, sondern weil sie bereits haben, was die meisten Bands vergeblich suchen: Einen Sound.

 
 

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