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  • Aber das Leben Lebt

    Wien ist wohl nicht eine Stadt, wo alles schnell und sofort passiert. Der Vorteil an dieser Trägheit mag sein, dass Wien umgekehrt auch eine Stadt ist, wo man schon einmal länger probieren darf. Aber das Leben lebt haben einige Zeit probiert und ihr letztes Jahr erschienenes zweites Album „Hospital Years“, das endlich den Punkt traf, auf den sie all die Jahre gezielt hatten, folgerichtig zu ihrem „Debüt“ ernannt: „Ein Bekenntnis zu Albumformat, Tonträgern und wirtschaftlicher Unvernunft. Wie eh und je […]

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  • Astro Panda

    Gestern war ich bei einer verrückten Party im 5. Bezirk und hab dort die Zukunft der Pop‐Musik gesehen… oder zumindest die Wiener Indie‐Szenen‐Version dieser Zukunft. Vielleicht auch nur ‘meiner’ Zukunft; egal. Astro Panda heisst die Band, und es reichte ein Set aus zweieinhalb hingefetzten Liedern und ein Look, der 80er Jahre Jogging‐Stirnbänder endgültig wieder salonfähig machen sollte, um mich zu übärzeugen; gegründet hat sich die Band vor zwei Wochen, vier Mal wurde bislang geprobt; einige Bandmitglieder hatten vor 2010 noch […]

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  • Ginga

    Jedes Festival, das auf sich hält, braucht die Sorte Band, von der die Leute vorher nicht wissen, dass sie nachher von ihr reden werden. Ginga zum Beispiel. „Die beste Live‐Band in den letzten 15 Jahren“, sagt René Mühlberger von Velojet, der sie schon erlebt hat, ohne einen Augenblick zu zögern. 2008 erschien ihr Album „They Should Have Told Us“, die Songs „Cinnamon“ und „Fashion“ fanden ihren Weg auf die Frequenzen von FM4. In den ersten Reviews fiel noch regelmäßig das […]

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  • I-Wolf

    Als Elektronikberater des Popfests hat Wolfgang Schlögl alias I‐Wolf uns dankenswerterweise den Leitung zu Affine gelegt. Die gegenseitigen Affinitäten (man verzeihe das unvermeidliche Wortspiel) enden aber nicht beim Austausch von Telefonnummern. Mit seinen Wurzeln bei Redred Rosary, die Anfang der Neunziger an einem Indie‐Rock/Dance‐Crossover arbeiteten, und seiner jahrzehntelangen Arbeit mit den Sofa Surfers gehört Schlögl wohl zu den beständigsten und einflussreichsten musikalischen Aktivisten der Stadt. Und während die Sofas gerade mit ihrem überraschend Rock‐lastigen neuen Album „Blindside“ viel Lob ernten, […]

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  • JSBL

    Abgekürzt durch ein simples JSBL, kein Four Letter Word, das in Wörterbüchern nachzuschlagen ist, auch kein geheimer PIN‐Code zu einem voluminösen Bankkonto auf den Cayman Islands. Jacob ́s Ladder for the way up to heaven oder eine niemals enden wollende musikalische Entwicklung, symbolisch und absolut religionsneutral. „Salty“, weil der Weg hinauf doch immer wieder mit Schweiß verbunden ist, und „Bamboozling“ weil die vier Bandmitglieder tatsächlich das Potential besitzen zu verblüffen. Jacob ́s Salty & Bamboozling Ladder, die sich in ihrem […]

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  • mob

    Ich besuch ungern Konzerte. Ausser die von mob.“ — Der Nino aus Wien „Ich kenne mob bereits seit etwas mehr als 3 Jahren; also eigentlich die Musik kenne ich etwa solange schon, und verfolge ihre Weiterentwicklung mit der Neugier und Bewunderung des staunenden Fans seither mit. Es muss ihr zweiter oder dritter Gig (damals noch als Klavier‐loses, punkigeres Trio) gewesen sein, als ich schon leicht angetrunken, als mehr oder weniger zufällig zum Konzert verirrter, erstmals in ihre Fänge geriet. So […]

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  • Neuschnee

    Ein Streichquartett und ein Singer‐Songwriter? Werden Streicher in der Popmusik heute weitestgehend als Weichspüler eingesetzt, bilden sie bei Neuschnee das Fundament. Angeführt vom eingangs zitierten Singer‐Songwriter, nämlich Hans Wagner (u.a. auch Das Trojanische Pferd und KES) präsentieren sich Neuschnee als eine Formation, die aus dem Dschungel der austauschbaren Indie‐Pop/Rock‐Gruppen unserer Tage herausragt, mitunter auch aneckt. Dabei gehen sie keineswegs grundsätzlich in Opposition. Dafür sind sie einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die Einflüsse reichen von Radiohead über Nick Drake […]

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  • Ogris Debris

    In dem 1945 (!) vollendeten Science‐Fiction‐Roman “Stern der Ungeborenen” von Franz Werfel findet sich auf Seite 256 eine fast schon prophetisch anmutende Beschreibung einer, aus der Zukunft gesehen, vergangenen Form von Tanzmusik: “…unterstützt von hartnäckigem Teppichklopfen, eine gepresste Musik…” Bei genauerer Betrachtung der Textstelle erschließt sich dem geneigten Leser jedenfalls: Hier kann nur von Techno oder House die Rede sein. Wie auch immer Werfel dies vor 65 Jahren vorhersehen konnte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, Ogris Debris haben […]

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  • Parkwächter Harlekin

    Hip‐Hop im Hause Problembär? Ja, und nein! Denn Parkwächter Harlekin ist weitaus mehr als ein Rapper. Seine Lyrik kommt ohne genretypische Klischeebilder aus und muss sich in ihrer sprachlichen Kraft hinter der eines Nino aus Wien nicht verstecken. Dazu bastelt Parkwächter Harlekin dann einen eklektischen Sound, dem versponnenen Frühwerk eines Sir Tralala nicht ganz unähnlich; psychedelisch, phantasievoll und ganz und gar eigenständig. Dem Label vermittelt wurde er von Hubert Weinheimer (Das Trojanische Pferd), der es sich gemeinsam mit Problembär Records […]

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  • The Clonious

    Könnte man mit drei Kopfhörern direkt in das musikalische Epizentrum von The Clonious eindringen, würde man Zeuge eines diffizilen organisch‐maschinellen Klonvorgangs, der einen ganz individuellen, Cartoon‐artigen Superhero entstehen lässt. The Clonious verfolgt ein unkonventionelles und vor allem fiktives Konzept mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus. Er fügt das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammen und zerlegt in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien, um am Ende festzustellen, dass Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein […]

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  • Velojet

    Was die Wiener Indie‐Szene immer schon gebraucht hatte, auch wenn sie es nicht wusste, war eine unbeschwerte Popband. Eine Band ohne Tendenz zur Flucht ins unangreifbar Verkorkste auf der einen und ohne rockistische Macker‐Pose auf der anderen Seite. Eine Band mit gleich viel Mädchen wie Buben drin, am besten alle klein und dünn und außerdem noch gutaussehend, die nebenher noch spielen können wie die besten ihres Fachs, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Als all das kamen Velojet mit Pop‐Perlen […]

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Home » TU Prechtlsaal 2010

  • Aber das Leben Lebt

    Wien ist wohl nicht eine Stadt, wo alles schnell und sofort passiert. Der Vorteil an dieser Trägheit mag sein, dass Wien umgekehrt auch eine Stadt ist, wo man schon einmal länger probieren darf. Aber das Leben lebt haben einige Zeit probiert und ihr letztes Jahr erschienenes zweites Album „Hospital Years“, das endlich den Punkt traf, auf den sie all die Jahre gezielt hatten, folgerichtig zu ihrem „Debüt“ ernannt: „Ein Bekenntnis zu Albumformat, Tonträgern und wirtschaftlicher Unvernunft. Wie eh und je […]

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  • Astro Panda

    Gestern war ich bei einer verrückten Party im 5. Bezirk und hab dort die Zukunft der Pop‐Musik gesehen… oder zumindest die Wiener Indie‐Szenen‐Version dieser Zukunft. Vielleicht auch nur ‘meiner’ Zukunft; egal. Astro Panda heisst die Band, und es reichte ein Set aus zweieinhalb hingefetzten Liedern und ein Look, der 80er Jahre Jogging‐Stirnbänder endgültig wieder salonfähig machen sollte, um mich zu übärzeugen; gegründet hat sich die Band vor zwei Wochen, vier Mal wurde bislang geprobt; einige Bandmitglieder hatten vor 2010 noch […]

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  • Ginga

    Jedes Festival, das auf sich hält, braucht die Sorte Band, von der die Leute vorher nicht wissen, dass sie nachher von ihr reden werden. Ginga zum Beispiel. „Die beste Live‐Band in den letzten 15 Jahren“, sagt René Mühlberger von Velojet, der sie schon erlebt hat, ohne einen Augenblick zu zögern. 2008 erschien ihr Album „They Should Have Told Us“, die Songs „Cinnamon“ und „Fashion“ fanden ihren Weg auf die Frequenzen von FM4. In den ersten Reviews fiel noch regelmäßig das […]

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  • I-Wolf

    Als Elektronikberater des Popfests hat Wolfgang Schlögl alias I‐Wolf uns dankenswerterweise den Leitung zu Affine gelegt. Die gegenseitigen Affinitäten (man verzeihe das unvermeidliche Wortspiel) enden aber nicht beim Austausch von Telefonnummern. Mit seinen Wurzeln bei Redred Rosary, die Anfang der Neunziger an einem Indie‐Rock/Dance‐Crossover arbeiteten, und seiner jahrzehntelangen Arbeit mit den Sofa Surfers gehört Schlögl wohl zu den beständigsten und einflussreichsten musikalischen Aktivisten der Stadt. Und während die Sofas gerade mit ihrem überraschend Rock‐lastigen neuen Album „Blindside“ viel Lob ernten, […]

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  • JSBL

    Abgekürzt durch ein simples JSBL, kein Four Letter Word, das in Wörterbüchern nachzuschlagen ist, auch kein geheimer PIN‐Code zu einem voluminösen Bankkonto auf den Cayman Islands. Jacob ́s Ladder for the way up to heaven oder eine niemals enden wollende musikalische Entwicklung, symbolisch und absolut religionsneutral. „Salty“, weil der Weg hinauf doch immer wieder mit Schweiß verbunden ist, und „Bamboozling“ weil die vier Bandmitglieder tatsächlich das Potential besitzen zu verblüffen. Jacob ́s Salty & Bamboozling Ladder, die sich in ihrem […]

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  • mob

    Ich besuch ungern Konzerte. Ausser die von mob.“ — Der Nino aus Wien „Ich kenne mob bereits seit etwas mehr als 3 Jahren; also eigentlich die Musik kenne ich etwa solange schon, und verfolge ihre Weiterentwicklung mit der Neugier und Bewunderung des staunenden Fans seither mit. Es muss ihr zweiter oder dritter Gig (damals noch als Klavier‐loses, punkigeres Trio) gewesen sein, als ich schon leicht angetrunken, als mehr oder weniger zufällig zum Konzert verirrter, erstmals in ihre Fänge geriet. So […]

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  • Neuschnee

    Ein Streichquartett und ein Singer‐Songwriter? Werden Streicher in der Popmusik heute weitestgehend als Weichspüler eingesetzt, bilden sie bei Neuschnee das Fundament. Angeführt vom eingangs zitierten Singer‐Songwriter, nämlich Hans Wagner (u.a. auch Das Trojanische Pferd und KES) präsentieren sich Neuschnee als eine Formation, die aus dem Dschungel der austauschbaren Indie‐Pop/Rock‐Gruppen unserer Tage herausragt, mitunter auch aneckt. Dabei gehen sie keineswegs grundsätzlich in Opposition. Dafür sind sie einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die Einflüsse reichen von Radiohead über Nick Drake […]

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    In dem 1945 (!) vollendeten Science‐Fiction‐Roman “Stern der Ungeborenen” von Franz Werfel findet sich auf Seite 256 eine fast schon prophetisch anmutende Beschreibung einer, aus der Zukunft gesehen, vergangenen Form von Tanzmusik: “…unterstützt von hartnäckigem Teppichklopfen, eine gepresste Musik…” Bei genauerer Betrachtung der Textstelle erschließt sich dem geneigten Leser jedenfalls: Hier kann nur von Techno oder House die Rede sein. Wie auch immer Werfel dies vor 65 Jahren vorhersehen konnte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, Ogris Debris haben […]

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  • Parkwächter Harlekin

    Hip‐Hop im Hause Problembär? Ja, und nein! Denn Parkwächter Harlekin ist weitaus mehr als ein Rapper. Seine Lyrik kommt ohne genretypische Klischeebilder aus und muss sich in ihrer sprachlichen Kraft hinter der eines Nino aus Wien nicht verstecken. Dazu bastelt Parkwächter Harlekin dann einen eklektischen Sound, dem versponnenen Frühwerk eines Sir Tralala nicht ganz unähnlich; psychedelisch, phantasievoll und ganz und gar eigenständig. Dem Label vermittelt wurde er von Hubert Weinheimer (Das Trojanische Pferd), der es sich gemeinsam mit Problembär Records […]

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    Könnte man mit drei Kopfhörern direkt in das musikalische Epizentrum von The Clonious eindringen, würde man Zeuge eines diffizilen organisch‐maschinellen Klonvorgangs, der einen ganz individuellen, Cartoon‐artigen Superhero entstehen lässt. The Clonious verfolgt ein unkonventionelles und vor allem fiktives Konzept mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus. Er fügt das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammen und zerlegt in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien, um am Ende festzustellen, dass Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein […]

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  • Velojet

    Was die Wiener Indie‐Szene immer schon gebraucht hatte, auch wenn sie es nicht wusste, war eine unbeschwerte Popband. Eine Band ohne Tendenz zur Flucht ins unangreifbar Verkorkste auf der einen und ohne rockistische Macker‐Pose auf der anderen Seite. Eine Band mit gleich viel Mädchen wie Buben drin, am besten alle klein und dünn und außerdem noch gutaussehend, die nebenher noch spielen können wie die besten ihres Fachs, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Als all das kamen Velojet mit Pop‐Perlen […]

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