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  • A Life, A Song, A Cigarette

    This town is driving me mad“, singt Stephan Stanzel, der nie um einen haltlosen Gefühlsausbrauch vor dem Mikrophon verlegene Frontman von A Life, A Song, A Cigarette in „Black Air“. Er spricht uns aus dem Herzen. Aber vielleicht hat gerade das ewig Enervierende an Wien ja sein Quäntchen beigetragen zum Wildwuchs an großen Songs, die in den letzten Jahren aus allen Mauerritzen dieser Stadt gewuchert sind. Nicht wenige davon haben A Life, A Song, A Cigarette geschrieben, sie benennen sich […]

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  • Bunny Lake

    Es wäre verlockend, sich mit der langen Vorgeschichte der Beteiligten aufzuhalten. Von Christian Fuchs als Metal‐Pionier bei Fetish 69 und dem illustren elektronischen Background der Produzentengarde von Dr. Nachtstrom über Christopher Just und Gerhard Potuznik bis zu Sängerin Teresa „Suzy on the Rocks“ Rotschopf, Stylistin und Model, was im offensiv Style‐bezogenen Popbegriff von Bunny Lake als Qualifikation eine mindestens so wesentliche Rolle spielt wie das Singen oder Bedienen von musikmachendem Instrumentarium. Aber das wäre bloß eine Ablenkung von der konzentrierten […]

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  • Clara Luzia

    Wenn das Popfest an sich eine logische Konsequenz des Wiener Pop‐Phänomens ist, das sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat, dann muss Clara Luzia unbestreitbar eine seiner zentralen Urheberinnen sein. Schon Ende der Neunziger war sie Teil der einflussreichen Songwriterinnen‐Pop‐Band Aliale Lilt, ab Mitte des vergangenen Jahrzehnts etablierte sie sich solo mit auf ihrem eigenen Label Asinella Records verlegten Alben wie „Railroad Tracks“, „The Long Memory“ und „The Ground Below“. Clara Luzias enorme Popularität beruht auf einem ihr Publikum mit […]

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  • Der Nino aus Wien feat. Skero

    Als wir Ende letzten Jahres mit der Planung des Popfests anfingen, war Der Nino aus Wien noch beinahe ein Geheimtipp, mittlerweile ist er längst Teil des Establishments, beinahe schon gelangweilt vom eigenen Erfolg und lässt zu seinen Songs statt bloßer Musikvideos gleich Breitwandkurzfilme drehen, siehe „Vollenden“ im Youtube‐Lichtspieltheater ihrer Wahl. „Dass der Mönch, der zu dir aufschaut nur der halbe Künstler ist“, singt Transdanubiens neuer Dylan im Strudel, hoffnungslos gefangen im Sog seines poetischen Drangs. Ganz ohne Scherz und Ironie […]

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  • Dorian Concept

    Es darf angenommen werden, dass gerade jene, die in ihrer abschätzigen Beurteilung des lokalen Treibens immer noch mit der popkulturellen Steinzeitkategorie des „internationalen Formats“ operieren, noch nie von Dorian Concept gehört haben. Dabei ist das einer, den seine Gig‐Reisen allein im vergangenen Jahr in die USA, die Schweiz, nach China, Australien, Deuschland, Griechenland, Belgien, Japan, Holland, Russland, Italien, Israel, Litauen, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Ungarn verschlagen haben. Nein, internationaler geht’s wirklich nicht, und trotzdem, sagt das Info seines Labels Affine […]

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  • Ernst Molden Band

    In den Neunziger Jahren war er als Schriftsteller und Musiker ein sturer Außenseiter, aber spätestens mit dem Album „Haus des Meeres“ (2005) begann seine Stadt ihm langsam zuzuhören. Ernst Molden entwickelte sich zur antiautoritärsten aller denkbaren Daddy‐Figuren, in deren entspannter Umgebung sich kommende Talente wie Marilies Jagsch, A Life, A Song, A Cigarette oder Das Trojanische Pferd zu Hause fühlten, während sein eigenes Songwriting immer mehr an Charisma und poetischer Selbstsicherheit gewann. Via „Bubenlieder“ und die ambitionierte Doppel‐Veröffentlichung „Wien“ und […]

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  • Florian Horwath

    Er ist der lockige Beau mit der brüchigen Stimme, dem großen Charisma und dem sicheren Talent, aus dem kleinsten Körnchen Melodie die große Geste wachsen zu lassen. Aber übergeben wir das (gekürzte) Wort besser gleich an Philipp L’heritier: „Wieviel Melancholie und gefühlige Sehnsüchtelei ist denn der junge, weiße, hühnerbrüstige Künstler in seinem musikalischen Schaffen heute noch zu schultern imstande, ohne nur eine Idee von Angst haben zu müssen, gleich im Rollenfach des weinerlichen Schmerzenmannes zu landen, der sich bloß in […]

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  • Garish

    Garish waren eine jener Bands, an der sich die Geister schieden. Bis heuer. Ihr jüngstes Album „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ hat genau den Punkt markiert, wo endgültig alle Kinnladen offen blieben. Vom einnehmenden Opener „Dann Fass ich mir ein Herz“ bis zum Schlusssong „Wir Warten“ passte da plötzlich einfach alles zusammen in dieser Band rund um den Sänger und formidablen Texter Thomas Jarmer, seinen Bruder Christoph, Julian Schneeberger, Markus Perner, Kurt Grath, ihren Produzenten Thomas „Kantine“ Pronai […]

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  • Robert Rotifer

    Der Kurator verschafft sich selbst seinen Gig, allerdings am Sonntagmittag, sozusagen außer Konkurrenz, weil ihn a) genügend unterschiedliche Leute direkt darauf angesprochen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht der einzige ist, der b) seine Songs – nach dem Auftritt bei der Kunstzone während der Fußball‐EM ’08 – gern noch einmal auf der Seebühne hören will. Noch dazu, wo seither mit dem unlängst erschienenen Album „The Children on the Hill“ einige neue Nummern dazu gekommen sind. Dass Rotifer […]

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  • Tanz Baby!

    Ich bin traurig“, singt der Mann im Elektroboot, und die Rose im seinem Knopfloch glüht rot, selbst noch im schwarzweißen Video. Das Spiel mit dem Schlager ist ein gefährliches, bedroht von der Banalität der Ironie auf der einen und dem falschen Sentiment auf der anderen Seite. Aber man würde nicht wagen ihm zu widersprechen, dem Mann im Elektroboot. Er meint, was er singt. Was David und Mu von Tanz Baby! im Studio mit Produzent Thomas „Kantine“ Kantine und live mit […]

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Home » Seebühne 2010

  • A Life, A Song, A Cigarette

    This town is driving me mad“, singt Stephan Stanzel, der nie um einen haltlosen Gefühlsausbrauch vor dem Mikrophon verlegene Frontman von A Life, A Song, A Cigarette in „Black Air“. Er spricht uns aus dem Herzen. Aber vielleicht hat gerade das ewig Enervierende an Wien ja sein Quäntchen beigetragen zum Wildwuchs an großen Songs, die in den letzten Jahren aus allen Mauerritzen dieser Stadt gewuchert sind. Nicht wenige davon haben A Life, A Song, A Cigarette geschrieben, sie benennen sich […]

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  • Bunny Lake

    Es wäre verlockend, sich mit der langen Vorgeschichte der Beteiligten aufzuhalten. Von Christian Fuchs als Metal‐Pionier bei Fetish 69 und dem illustren elektronischen Background der Produzentengarde von Dr. Nachtstrom über Christopher Just und Gerhard Potuznik bis zu Sängerin Teresa „Suzy on the Rocks“ Rotschopf, Stylistin und Model, was im offensiv Style‐bezogenen Popbegriff von Bunny Lake als Qualifikation eine mindestens so wesentliche Rolle spielt wie das Singen oder Bedienen von musikmachendem Instrumentarium. Aber das wäre bloß eine Ablenkung von der konzentrierten […]

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  • Clara Luzia

    Wenn das Popfest an sich eine logische Konsequenz des Wiener Pop‐Phänomens ist, das sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat, dann muss Clara Luzia unbestreitbar eine seiner zentralen Urheberinnen sein. Schon Ende der Neunziger war sie Teil der einflussreichen Songwriterinnen‐Pop‐Band Aliale Lilt, ab Mitte des vergangenen Jahrzehnts etablierte sie sich solo mit auf ihrem eigenen Label Asinella Records verlegten Alben wie „Railroad Tracks“, „The Long Memory“ und „The Ground Below“. Clara Luzias enorme Popularität beruht auf einem ihr Publikum mit […]

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  • Der Nino aus Wien feat. Skero

    Als wir Ende letzten Jahres mit der Planung des Popfests anfingen, war Der Nino aus Wien noch beinahe ein Geheimtipp, mittlerweile ist er längst Teil des Establishments, beinahe schon gelangweilt vom eigenen Erfolg und lässt zu seinen Songs statt bloßer Musikvideos gleich Breitwandkurzfilme drehen, siehe „Vollenden“ im Youtube‐Lichtspieltheater ihrer Wahl. „Dass der Mönch, der zu dir aufschaut nur der halbe Künstler ist“, singt Transdanubiens neuer Dylan im Strudel, hoffnungslos gefangen im Sog seines poetischen Drangs. Ganz ohne Scherz und Ironie […]

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  • Dorian Concept

    Es darf angenommen werden, dass gerade jene, die in ihrer abschätzigen Beurteilung des lokalen Treibens immer noch mit der popkulturellen Steinzeitkategorie des „internationalen Formats“ operieren, noch nie von Dorian Concept gehört haben. Dabei ist das einer, den seine Gig‐Reisen allein im vergangenen Jahr in die USA, die Schweiz, nach China, Australien, Deuschland, Griechenland, Belgien, Japan, Holland, Russland, Italien, Israel, Litauen, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Ungarn verschlagen haben. Nein, internationaler geht’s wirklich nicht, und trotzdem, sagt das Info seines Labels Affine […]

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  • Ernst Molden Band

    In den Neunziger Jahren war er als Schriftsteller und Musiker ein sturer Außenseiter, aber spätestens mit dem Album „Haus des Meeres“ (2005) begann seine Stadt ihm langsam zuzuhören. Ernst Molden entwickelte sich zur antiautoritärsten aller denkbaren Daddy‐Figuren, in deren entspannter Umgebung sich kommende Talente wie Marilies Jagsch, A Life, A Song, A Cigarette oder Das Trojanische Pferd zu Hause fühlten, während sein eigenes Songwriting immer mehr an Charisma und poetischer Selbstsicherheit gewann. Via „Bubenlieder“ und die ambitionierte Doppel‐Veröffentlichung „Wien“ und […]

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  • Florian Horwath

    Er ist der lockige Beau mit der brüchigen Stimme, dem großen Charisma und dem sicheren Talent, aus dem kleinsten Körnchen Melodie die große Geste wachsen zu lassen. Aber übergeben wir das (gekürzte) Wort besser gleich an Philipp L’heritier: „Wieviel Melancholie und gefühlige Sehnsüchtelei ist denn der junge, weiße, hühnerbrüstige Künstler in seinem musikalischen Schaffen heute noch zu schultern imstande, ohne nur eine Idee von Angst haben zu müssen, gleich im Rollenfach des weinerlichen Schmerzenmannes zu landen, der sich bloß in […]

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  • Garish

    Garish waren eine jener Bands, an der sich die Geister schieden. Bis heuer. Ihr jüngstes Album „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ hat genau den Punkt markiert, wo endgültig alle Kinnladen offen blieben. Vom einnehmenden Opener „Dann Fass ich mir ein Herz“ bis zum Schlusssong „Wir Warten“ passte da plötzlich einfach alles zusammen in dieser Band rund um den Sänger und formidablen Texter Thomas Jarmer, seinen Bruder Christoph, Julian Schneeberger, Markus Perner, Kurt Grath, ihren Produzenten Thomas „Kantine“ Pronai […]

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  • Robert Rotifer

    Der Kurator verschafft sich selbst seinen Gig, allerdings am Sonntagmittag, sozusagen außer Konkurrenz, weil ihn a) genügend unterschiedliche Leute direkt darauf angesprochen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht der einzige ist, der b) seine Songs – nach dem Auftritt bei der Kunstzone während der Fußball‐EM ’08 – gern noch einmal auf der Seebühne hören will. Noch dazu, wo seither mit dem unlängst erschienenen Album „The Children on the Hill“ einige neue Nummern dazu gekommen sind. Dass Rotifer […]

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  • Tanz Baby!

    Ich bin traurig“, singt der Mann im Elektroboot, und die Rose im seinem Knopfloch glüht rot, selbst noch im schwarzweißen Video. Das Spiel mit dem Schlager ist ein gefährliches, bedroht von der Banalität der Ironie auf der einen und dem falschen Sentiment auf der anderen Seite. Aber man würde nicht wagen ihm zu widersprechen, dem Mann im Elektroboot. Er meint, was er singt. Was David und Mu von Tanz Baby! im Studio mit Produzent Thomas „Kantine“ Kantine und live mit […]

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