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  • Aber das Leben Lebt

    Wien ist wohl nicht eine Stadt, wo alles schnell und sofort passiert. Der Vorteil an dieser Trägheit mag sein, dass Wien umgekehrt auch eine Stadt ist, wo man schon einmal länger probieren darf. Aber das Leben lebt haben einige Zeit probiert und ihr letztes Jahr erschienenes zweites Album „Hospital Years“, das endlich den Punkt traf, auf den sie all die Jahre gezielt hatten, folgerichtig zu ihrem „Debüt“ ernannt: „Ein Bekenntnis zu Albumformat, Tonträgern und wirtschaftlicher Unvernunft. Wie eh und je […]

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  • A Thousand Fuegos

    Matthias Peyker tritt als A Thousand Fuegos an, um sich im Alleingang zur Band mit Elektronik‐Krimskrams, Gitarren und teils recht unkonventionellen Klangerzeugern zu multiplizieren. Das, was der Wiener da seinem Schlafzimmerstudio entfleuchen lässt, wirkt so unverkrampft wie inspiriert. Manchmal streifen seine acht Stücke die euphorischen Momente von Neutral Milk Hotel, dann wieder nähern sie sich der Melancholie des Folk‐Turntablisten Fog. Statt Fettkakao könnte hier auch K‐Records draufstehen, aber offenbar fühlt sich A Thousand Fuegos, lauscht man dem herzerwärmenden Chor seiner […]

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  • Astro Panda

    Gestern war ich bei einer verrückten Party im 5. Bezirk und hab dort die Zukunft der Pop‐Musik gesehen… oder zumindest die Wiener Indie‐Szenen‐Version dieser Zukunft. Vielleicht auch nur ‘meiner’ Zukunft; egal. Astro Panda heisst die Band, und es reichte ein Set aus zweieinhalb hingefetzten Liedern und ein Look, der 80er Jahre Jogging‐Stirnbänder endgültig wieder salonfähig machen sollte, um mich zu übärzeugen; gegründet hat sich die Band vor zwei Wochen, vier Mal wurde bislang geprobt; einige Bandmitglieder hatten vor 2010 noch […]

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  • Ernst Molden Band

    In den Neunziger Jahren war er als Schriftsteller und Musiker ein sturer Außenseiter, aber spätestens mit dem Album „Haus des Meeres“ (2005) begann seine Stadt ihm langsam zuzuhören. Ernst Molden entwickelte sich zur antiautoritärsten aller denkbaren Daddy‐Figuren, in deren entspannter Umgebung sich kommende Talente wie Marilies Jagsch, A Life, A Song, A Cigarette oder Das Trojanische Pferd zu Hause fühlten, während sein eigenes Songwriting immer mehr an Charisma und poetischer Selbstsicherheit gewann. Via „Bubenlieder“ und die ambitionierte Doppel‐Veröffentlichung „Wien“ und […]

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  • Francis International Airport

    Samstag, 7 Mai 20.30

    Siluh schreibt Band‐ und Labelgeschichte (gekürzt): „Eine Flasche Wein kreiste zwischen uns. Wir schauten auf die glimmenden Lichter und warfen uns Träume zu. Siluh Records und Francis International Airport. Aufbruch war die Devise! Irgendetwas machen mit und für dieses wunderbare Etwas, Musik. Dieser Abend blieb unvergessen. Ein kurzer Moment eigentlich nur und doch irgendwie für uns als Label so etwas wie ein Innehalten, bevor wir uns hinaus stürzten in diese so genannte Industrie, mit all unserer Naivität. Die Band hat […]

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  • Garish

    Garish waren eine jener Bands, an der sich die Geister schieden. Bis heuer. Ihr jüngstes Album „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ hat genau den Punkt markiert, wo endgültig alle Kinnladen offen blieben. Vom einnehmenden Opener „Dann Fass ich mir ein Herz“ bis zum Schlusssong „Wir Warten“ passte da plötzlich einfach alles zusammen in dieser Band rund um den Sänger und formidablen Texter Thomas Jarmer, seinen Bruder Christoph, Julian Schneeberger, Markus Perner, Kurt Grath, ihren Produzenten Thomas „Kantine“ Pronai […]

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  • Das trojanische Pferd

    Sagen wir es doch einmal verkehrt herum: Es gibt kaum eine Band ohne deren Beteiligung das Wiener Popfest undenkbarer gewesen wäre als das Trojanische Pferd. Und das nicht nur, weil seine beiden Insassen (ex aequo mit dem omnipräsenten Thomas „Kantine“ Pronai) den Rekord an Gastauftritten erreichen werden (bei Laokoongruppe, Velojet, Neuschnee, vermutlich bei Aber das Leben lebt, vielleicht bei Parkwächter Harlekin), sondern vor allem, weil es da jemand geben muss, der wie Hubert Weinheimer „Wien brennt“ singt, während neben ihm […]

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  • I-Wolf

    Als Elektronikberater des Popfests hat Wolfgang Schlögl alias I‐Wolf uns dankenswerterweise den Leitung zu Affine gelegt. Die gegenseitigen Affinitäten (man verzeihe das unvermeidliche Wortspiel) enden aber nicht beim Austausch von Telefonnummern. Mit seinen Wurzeln bei Redred Rosary, die Anfang der Neunziger an einem Indie‐Rock/Dance‐Crossover arbeiteten, und seiner jahrzehntelangen Arbeit mit den Sofa Surfers gehört Schlögl wohl zu den beständigsten und einflussreichsten musikalischen Aktivisten der Stadt. Und während die Sofas gerade mit ihrem überraschend Rock‐lastigen neuen Album „Blindside“ viel Lob ernten, […]

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  • JSBL

    Abgekürzt durch ein simples JSBL, kein Four Letter Word, das in Wörterbüchern nachzuschlagen ist, auch kein geheimer PIN‐Code zu einem voluminösen Bankkonto auf den Cayman Islands. Jacob ́s Ladder for the way up to heaven oder eine niemals enden wollende musikalische Entwicklung, symbolisch und absolut religionsneutral. „Salty“, weil der Weg hinauf doch immer wieder mit Schweiß verbunden ist, und „Bamboozling“ weil die vier Bandmitglieder tatsächlich das Potential besitzen zu verblüffen. Jacob ́s Salty & Bamboozling Ladder, die sich in ihrem […]

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  • Killed By 9V Batteries

    Es ist schon möglich, so weit abseits des aktuellen Konsens zu liegen, dass man dabei – ohne es drauf anzulegen – die unterdrückten Sehnsüchte von mehr Menschen als angenommen streift. Killed By 9V Batteries covern Leute wie Sonic Youth, die Pixies, Neil Young, sie machen Lärm mit Gitarren, in dem Spuren aller drei hörbar sind, sowie die seither ja auch von jedem Kurt und Fritz wiederentdeckten Pavement und Dinosaur Jr, vor allem aber jener Sound jener Ära, als noch kein […]

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  • Mimu At Nite

    Die Grafikerin und Medienkünstlerin Mimu Merz macht auch Songs, im allerweitesten Sinn des ausgelatschten Wortes, meist in Verbindung mit visuellen Elementen. Sie bezeichnet ihre Musik als einen salzigen Finger in der Wunde des Alltags. Live tritt sie mit Geige, Akkordeon und Laptop an, von der Festplatte kommt aber weniger das erwartete elektronische Knarzen, Klappern und Wummern, sondern Feldaufnahmen und Samples. Die Soundscapes werden an im Raum verteilte Radios gesendet, am besten an einem Ort, wo es sonst keine Konzerte gibt. […]

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  • mob

    Ich besuch ungern Konzerte. Ausser die von mob.“ — Der Nino aus Wien „Ich kenne mob bereits seit etwas mehr als 3 Jahren; also eigentlich die Musik kenne ich etwa solange schon, und verfolge ihre Weiterentwicklung mit der Neugier und Bewunderung des staunenden Fans seither mit. Es muss ihr zweiter oder dritter Gig (damals noch als Klavier‐loses, punkigeres Trio) gewesen sein, als ich schon leicht angetrunken, als mehr oder weniger zufällig zum Konzert verirrter, erstmals in ihre Fänge geriet. So […]

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  • Neuschnee

    Ein Streichquartett und ein Singer‐Songwriter? Werden Streicher in der Popmusik heute weitestgehend als Weichspüler eingesetzt, bilden sie bei Neuschnee das Fundament. Angeführt vom eingangs zitierten Singer‐Songwriter, nämlich Hans Wagner (u.a. auch Das Trojanische Pferd und KES) präsentieren sich Neuschnee als eine Formation, die aus dem Dschungel der austauschbaren Indie‐Pop/Rock‐Gruppen unserer Tage herausragt, mitunter auch aneckt. Dabei gehen sie keineswegs grundsätzlich in Opposition. Dafür sind sie einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die Einflüsse reichen von Radiohead über Nick Drake […]

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  • Ogris Debris

    In dem 1945 (!) vollendeten Science‐Fiction‐Roman “Stern der Ungeborenen” von Franz Werfel findet sich auf Seite 256 eine fast schon prophetisch anmutende Beschreibung einer, aus der Zukunft gesehen, vergangenen Form von Tanzmusik: “…unterstützt von hartnäckigem Teppichklopfen, eine gepresste Musik…” Bei genauerer Betrachtung der Textstelle erschließt sich dem geneigten Leser jedenfalls: Hier kann nur von Techno oder House die Rede sein. Wie auch immer Werfel dies vor 65 Jahren vorhersehen konnte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, Ogris Debris haben […]

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  • Parkwächter Harlekin

    Hip‐Hop im Hause Problembär? Ja, und nein! Denn Parkwächter Harlekin ist weitaus mehr als ein Rapper. Seine Lyrik kommt ohne genretypische Klischeebilder aus und muss sich in ihrer sprachlichen Kraft hinter der eines Nino aus Wien nicht verstecken. Dazu bastelt Parkwächter Harlekin dann einen eklektischen Sound, dem versponnenen Frühwerk eines Sir Tralala nicht ganz unähnlich; psychedelisch, phantasievoll und ganz und gar eigenständig. Dem Label vermittelt wurde er von Hubert Weinheimer (Das Trojanische Pferd), der es sich gemeinsam mit Problembär Records […]

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  • Protestant Work Ethic

    Manchmal lassen sich einfach keine pop‐evolutionären Argumente dafür finden, warum die Welt noch mehr Musik von noch einer Band mehr braucht, und im Fall des bei Valeot Records erschienenen Juwels „The Jar and Shock“ von Protestant Work Ethic ist das als hohe Auszeichnung zu verstehen. Weil emotionale Singer‐Songwritermusik entgegen aller angelernter Reflexe eben doch immer noch spannend sein kann. In diesem Fall liegt das mindestens so sehr an des Oberprotestanten Simon Usatys überzeugend runden Songs wie an der beeindruckenden Dynamik […]

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  • Robert Rotifer

    Der Kurator verschafft sich selbst seinen Gig, allerdings am Sonntagmittag, sozusagen außer Konkurrenz, weil ihn a) genügend unterschiedliche Leute direkt darauf angesprochen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht der einzige ist, der b) seine Songs – nach dem Auftritt bei der Kunstzone während der Fußball‐EM ’08 – gern noch einmal auf der Seebühne hören will. Noch dazu, wo seither mit dem unlängst erschienenen Album „The Children on the Hill“ einige neue Nummern dazu gekommen sind. Dass Rotifer […]

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  • Songs of Claire Madison

    Da benennt einer eine Band nach einer Figur aus einem Handke‐Roman, weil er selbstkritisch befindet, der Autor scheitere in jener Claire Madison als Darstellung einer amerikanischen Figur genauso wie er selbst in seinen Songs. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die vorgebliche Mangelhaftigkeit jener Songs in Wahrheit ihre große Qualität birgt, den Bruch nämlich, der aus der Genre‐Übung eine Reise in ein imaginäres, weites Land macht, wo Typen wie Alex the Man von Großmüttern mit besonderen Heilkräften erzählen, wo […]

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  • Vortex Rex

    Vortex Rex kommen aus Wien, sind eine personell flexible Band um Ilias Dahimène. Inspiriert vor allem von den ästhetischen Welten von Rock und Hip Hop versuchen sie diese in einer postmodernen Musiklandschaft zu integrieren. Seit ihrer Gründung 2005 tourten sie mit Bands wie The Gossip oder Japanther und absolvierten einige Headlinertouren in Europa, darunter zweimal in Großbritannien, bekamen tolle Kritiken in Zeitschriften und so Zeugs, wissen aber trotzdem noch immer, wie man Party macht. Ihr zweites Album „Natural Style” erscheint […]

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Home » Sonntag 2010

  • Aber das Leben Lebt

    Wien ist wohl nicht eine Stadt, wo alles schnell und sofort passiert. Der Vorteil an dieser Trägheit mag sein, dass Wien umgekehrt auch eine Stadt ist, wo man schon einmal länger probieren darf. Aber das Leben lebt haben einige Zeit probiert und ihr letztes Jahr erschienenes zweites Album „Hospital Years“, das endlich den Punkt traf, auf den sie all die Jahre gezielt hatten, folgerichtig zu ihrem „Debüt“ ernannt: „Ein Bekenntnis zu Albumformat, Tonträgern und wirtschaftlicher Unvernunft. Wie eh und je […]

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  • A Thousand Fuegos

    Matthias Peyker tritt als A Thousand Fuegos an, um sich im Alleingang zur Band mit Elektronik‐Krimskrams, Gitarren und teils recht unkonventionellen Klangerzeugern zu multiplizieren. Das, was der Wiener da seinem Schlafzimmerstudio entfleuchen lässt, wirkt so unverkrampft wie inspiriert. Manchmal streifen seine acht Stücke die euphorischen Momente von Neutral Milk Hotel, dann wieder nähern sie sich der Melancholie des Folk‐Turntablisten Fog. Statt Fettkakao könnte hier auch K‐Records draufstehen, aber offenbar fühlt sich A Thousand Fuegos, lauscht man dem herzerwärmenden Chor seiner […]

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  • Astro Panda

    Gestern war ich bei einer verrückten Party im 5. Bezirk und hab dort die Zukunft der Pop‐Musik gesehen… oder zumindest die Wiener Indie‐Szenen‐Version dieser Zukunft. Vielleicht auch nur ‘meiner’ Zukunft; egal. Astro Panda heisst die Band, und es reichte ein Set aus zweieinhalb hingefetzten Liedern und ein Look, der 80er Jahre Jogging‐Stirnbänder endgültig wieder salonfähig machen sollte, um mich zu übärzeugen; gegründet hat sich die Band vor zwei Wochen, vier Mal wurde bislang geprobt; einige Bandmitglieder hatten vor 2010 noch […]

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  • Ernst Molden Band

    In den Neunziger Jahren war er als Schriftsteller und Musiker ein sturer Außenseiter, aber spätestens mit dem Album „Haus des Meeres“ (2005) begann seine Stadt ihm langsam zuzuhören. Ernst Molden entwickelte sich zur antiautoritärsten aller denkbaren Daddy‐Figuren, in deren entspannter Umgebung sich kommende Talente wie Marilies Jagsch, A Life, A Song, A Cigarette oder Das Trojanische Pferd zu Hause fühlten, während sein eigenes Songwriting immer mehr an Charisma und poetischer Selbstsicherheit gewann. Via „Bubenlieder“ und die ambitionierte Doppel‐Veröffentlichung „Wien“ und […]

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  • Francis International Airport

    Siluh schreibt Band‐ und Labelgeschichte (gekürzt): „Eine Flasche Wein kreiste zwischen uns. Wir schauten auf die glimmenden Lichter und warfen uns Träume zu. Siluh Records und Francis International Airport. Aufbruch war die Devise! Irgendetwas machen mit und für dieses wunderbare Etwas, Musik. Dieser Abend blieb unvergessen. Ein kurzer Moment eigentlich nur und doch irgendwie für uns als Label so etwas wie ein Innehalten, bevor wir uns hinaus stürzten in diese so genannte Industrie, mit all unserer Naivität. Die Band hat […]

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  • Garish

    Garish waren eine jener Bands, an der sich die Geister schieden. Bis heuer. Ihr jüngstes Album „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ hat genau den Punkt markiert, wo endgültig alle Kinnladen offen blieben. Vom einnehmenden Opener „Dann Fass ich mir ein Herz“ bis zum Schlusssong „Wir Warten“ passte da plötzlich einfach alles zusammen in dieser Band rund um den Sänger und formidablen Texter Thomas Jarmer, seinen Bruder Christoph, Julian Schneeberger, Markus Perner, Kurt Grath, ihren Produzenten Thomas „Kantine“ Pronai […]

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  • Das trojanische Pferd

    Sagen wir es doch einmal verkehrt herum: Es gibt kaum eine Band ohne deren Beteiligung das Wiener Popfest undenkbarer gewesen wäre als das Trojanische Pferd. Und das nicht nur, weil seine beiden Insassen (ex aequo mit dem omnipräsenten Thomas „Kantine“ Pronai) den Rekord an Gastauftritten erreichen werden (bei Laokoongruppe, Velojet, Neuschnee, vermutlich bei Aber das Leben lebt, vielleicht bei Parkwächter Harlekin), sondern vor allem, weil es da jemand geben muss, der wie Hubert Weinheimer „Wien brennt“ singt, während neben ihm […]

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  • I-Wolf

    Als Elektronikberater des Popfests hat Wolfgang Schlögl alias I‐Wolf uns dankenswerterweise den Leitung zu Affine gelegt. Die gegenseitigen Affinitäten (man verzeihe das unvermeidliche Wortspiel) enden aber nicht beim Austausch von Telefonnummern. Mit seinen Wurzeln bei Redred Rosary, die Anfang der Neunziger an einem Indie‐Rock/Dance‐Crossover arbeiteten, und seiner jahrzehntelangen Arbeit mit den Sofa Surfers gehört Schlögl wohl zu den beständigsten und einflussreichsten musikalischen Aktivisten der Stadt. Und während die Sofas gerade mit ihrem überraschend Rock‐lastigen neuen Album „Blindside“ viel Lob ernten, […]

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  • JSBL

    Abgekürzt durch ein simples JSBL, kein Four Letter Word, das in Wörterbüchern nachzuschlagen ist, auch kein geheimer PIN‐Code zu einem voluminösen Bankkonto auf den Cayman Islands. Jacob ́s Ladder for the way up to heaven oder eine niemals enden wollende musikalische Entwicklung, symbolisch und absolut religionsneutral. „Salty“, weil der Weg hinauf doch immer wieder mit Schweiß verbunden ist, und „Bamboozling“ weil die vier Bandmitglieder tatsächlich das Potential besitzen zu verblüffen. Jacob ́s Salty & Bamboozling Ladder, die sich in ihrem […]

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    Es ist schon möglich, so weit abseits des aktuellen Konsens zu liegen, dass man dabei – ohne es drauf anzulegen – die unterdrückten Sehnsüchte von mehr Menschen als angenommen streift. Killed By 9V Batteries covern Leute wie Sonic Youth, die Pixies, Neil Young, sie machen Lärm mit Gitarren, in dem Spuren aller drei hörbar sind, sowie die seither ja auch von jedem Kurt und Fritz wiederentdeckten Pavement und Dinosaur Jr, vor allem aber jener Sound jener Ära, als noch kein […]

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    Die Grafikerin und Medienkünstlerin Mimu Merz macht auch Songs, im allerweitesten Sinn des ausgelatschten Wortes, meist in Verbindung mit visuellen Elementen. Sie bezeichnet ihre Musik als einen salzigen Finger in der Wunde des Alltags. Live tritt sie mit Geige, Akkordeon und Laptop an, von der Festplatte kommt aber weniger das erwartete elektronische Knarzen, Klappern und Wummern, sondern Feldaufnahmen und Samples. Die Soundscapes werden an im Raum verteilte Radios gesendet, am besten an einem Ort, wo es sonst keine Konzerte gibt. […]

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  • mob

    Ich besuch ungern Konzerte. Ausser die von mob.“ — Der Nino aus Wien „Ich kenne mob bereits seit etwas mehr als 3 Jahren; also eigentlich die Musik kenne ich etwa solange schon, und verfolge ihre Weiterentwicklung mit der Neugier und Bewunderung des staunenden Fans seither mit. Es muss ihr zweiter oder dritter Gig (damals noch als Klavier‐loses, punkigeres Trio) gewesen sein, als ich schon leicht angetrunken, als mehr oder weniger zufällig zum Konzert verirrter, erstmals in ihre Fänge geriet. So […]

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  • Neuschnee

    Ein Streichquartett und ein Singer‐Songwriter? Werden Streicher in der Popmusik heute weitestgehend als Weichspüler eingesetzt, bilden sie bei Neuschnee das Fundament. Angeführt vom eingangs zitierten Singer‐Songwriter, nämlich Hans Wagner (u.a. auch Das Trojanische Pferd und KES) präsentieren sich Neuschnee als eine Formation, die aus dem Dschungel der austauschbaren Indie‐Pop/Rock‐Gruppen unserer Tage herausragt, mitunter auch aneckt. Dabei gehen sie keineswegs grundsätzlich in Opposition. Dafür sind sie einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die Einflüsse reichen von Radiohead über Nick Drake […]

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    In dem 1945 (!) vollendeten Science‐Fiction‐Roman “Stern der Ungeborenen” von Franz Werfel findet sich auf Seite 256 eine fast schon prophetisch anmutende Beschreibung einer, aus der Zukunft gesehen, vergangenen Form von Tanzmusik: “…unterstützt von hartnäckigem Teppichklopfen, eine gepresste Musik…” Bei genauerer Betrachtung der Textstelle erschließt sich dem geneigten Leser jedenfalls: Hier kann nur von Techno oder House die Rede sein. Wie auch immer Werfel dies vor 65 Jahren vorhersehen konnte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, Ogris Debris haben […]

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  • Parkwächter Harlekin

    Hip‐Hop im Hause Problembär? Ja, und nein! Denn Parkwächter Harlekin ist weitaus mehr als ein Rapper. Seine Lyrik kommt ohne genretypische Klischeebilder aus und muss sich in ihrer sprachlichen Kraft hinter der eines Nino aus Wien nicht verstecken. Dazu bastelt Parkwächter Harlekin dann einen eklektischen Sound, dem versponnenen Frühwerk eines Sir Tralala nicht ganz unähnlich; psychedelisch, phantasievoll und ganz und gar eigenständig. Dem Label vermittelt wurde er von Hubert Weinheimer (Das Trojanische Pferd), der es sich gemeinsam mit Problembär Records […]

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    Manchmal lassen sich einfach keine pop‐evolutionären Argumente dafür finden, warum die Welt noch mehr Musik von noch einer Band mehr braucht, und im Fall des bei Valeot Records erschienenen Juwels „The Jar and Shock“ von Protestant Work Ethic ist das als hohe Auszeichnung zu verstehen. Weil emotionale Singer‐Songwritermusik entgegen aller angelernter Reflexe eben doch immer noch spannend sein kann. In diesem Fall liegt das mindestens so sehr an des Oberprotestanten Simon Usatys überzeugend runden Songs wie an der beeindruckenden Dynamik […]

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    Der Kurator verschafft sich selbst seinen Gig, allerdings am Sonntagmittag, sozusagen außer Konkurrenz, weil ihn a) genügend unterschiedliche Leute direkt darauf angesprochen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht der einzige ist, der b) seine Songs – nach dem Auftritt bei der Kunstzone während der Fußball‐EM ’08 – gern noch einmal auf der Seebühne hören will. Noch dazu, wo seither mit dem unlängst erschienenen Album „The Children on the Hill“ einige neue Nummern dazu gekommen sind. Dass Rotifer […]

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  • Songs of Claire Madison

    Da benennt einer eine Band nach einer Figur aus einem Handke‐Roman, weil er selbstkritisch befindet, der Autor scheitere in jener Claire Madison als Darstellung einer amerikanischen Figur genauso wie er selbst in seinen Songs. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die vorgebliche Mangelhaftigkeit jener Songs in Wahrheit ihre große Qualität birgt, den Bruch nämlich, der aus der Genre‐Übung eine Reise in ein imaginäres, weites Land macht, wo Typen wie Alex the Man von Großmüttern mit besonderen Heilkräften erzählen, wo […]

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  • Vortex Rex

    Vortex Rex kommen aus Wien, sind eine personell flexible Band um Ilias Dahimène. Inspiriert vor allem von den ästhetischen Welten von Rock und Hip Hop versuchen sie diese in einer postmodernen Musiklandschaft zu integrieren. Seit ihrer Gründung 2005 tourten sie mit Bands wie The Gossip oder Japanther und absolvierten einige Headlinertouren in Europa, darunter zweimal in Großbritannien, bekamen tolle Kritiken in Zeitschriften und so Zeugs, wissen aber trotzdem noch immer, wie man Party macht. Ihr zweites Album „Natural Style” erscheint […]

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