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  • Der Nino aus Wien feat. Skero

    Als wir Ende letzten Jahres mit der Planung des Popfests anfingen, war Der Nino aus Wien noch beinahe ein Geheimtipp, mittlerweile ist er längst Teil des Establishments, beinahe schon gelangweilt vom eigenen Erfolg und lässt zu seinen Songs statt bloßer Musikvideos gleich Breitwandkurzfilme drehen, siehe „Vollenden“ im Youtube‐Lichtspieltheater ihrer Wahl. „Dass der Mönch, der zu dir aufschaut nur der halbe Künstler ist“, singt Transdanubiens neuer Dylan im Strudel, hoffnungslos gefangen im Sog seines poetischen Drangs. Ganz ohne Scherz und Ironie […]

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  • Ernesty International

    Der letztjährige Pressetext zum Debüt‐Album von Ernesty International klang noch kurz und bündig: „Ernesty International ist das (Homerecording-)Soloprojekt von Bell Etage‐ und Hotel Prestige‐Sänger Ernst Tiefenthaler. Die Instrumentierung umfasst Gitarre, Bass, Beserl‐Snare, Kuhfelltrommel, Melodika, Klatschen, Mundharmonika, Tambourine, Glockenspiel, Shaker, Chor, Libro‐Schere, Rotweinflasche, Ukulele und Hustenzuckerldose. Mittelpunkt bleiben die Stimme und Texte Tiefenthalers. Bei einigen Songs singt auch Eloui mit, die ansonsten bei Thalija und den Brainmanagerz spielt und singt.“ In der Zwischenzeit ist das Unvermeidliche geschehen, und Ernesty International hat […]

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  • Florian Horwath

    Er ist der lockige Beau mit der brüchigen Stimme, dem großen Charisma und dem sicheren Talent, aus dem kleinsten Körnchen Melodie die große Geste wachsen zu lassen. Aber übergeben wir das (gekürzte) Wort besser gleich an Philipp L’heritier: „Wieviel Melancholie und gefühlige Sehnsüchtelei ist denn der junge, weiße, hühnerbrüstige Künstler in seinem musikalischen Schaffen heute noch zu schultern imstande, ohne nur eine Idee von Angst haben zu müssen, gleich im Rollenfach des weinerlichen Schmerzenmannes zu landen, der sich bloß in […]

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  • MIKA VEMBER + BöRN

    Ein oft unterbewerteter Behelf im Werkzeugkasten der Songwriterei ist der Witz. Ja, existenzielle Zerwürfnisse spielen auch bei der gebürtigen Niederösterreicherin Mika Vember eine zentrale Rolle. Aber ihre Perspektive ist nie bloß die selbstmitleidige Introspektion, eine fordernde Keckheit blitzt immer durch, wenn sie etwa vom Gummiband singt („Rubber Band“), das wer immer sich angesprochen weiß, besser nicht überspannen sollte. Vembers Zugang ist eine Stufe unkonventioneller und kratzbürstiger als der von Clara Luzia, in deren Band sie jahrelang Percussion spielte. Wie sagt […]

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  • The Clonious

    Könnte man mit drei Kopfhörern direkt in das musikalische Epizentrum von The Clonious eindringen, würde man Zeuge eines diffizilen organisch‐maschinellen Klonvorgangs, der einen ganz individuellen, Cartoon‐artigen Superhero entstehen lässt. The Clonious verfolgt ein unkonventionelles und vor allem fiktives Konzept mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus. Er fügt das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammen und zerlegt in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien, um am Ende festzustellen, dass Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein […]

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  • Velojet

    Was die Wiener Indie‐Szene immer schon gebraucht hatte, auch wenn sie es nicht wusste, war eine unbeschwerte Popband. Eine Band ohne Tendenz zur Flucht ins unangreifbar Verkorkste auf der einen und ohne rockistische Macker‐Pose auf der anderen Seite. Eine Band mit gleich viel Mädchen wie Buben drin, am besten alle klein und dünn und außerdem noch gutaussehend, die nebenher noch spielen können wie die besten ihres Fachs, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Als all das kamen Velojet mit Pop‐Perlen […]

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Home » Samstag 2010

  • Der Nino aus Wien feat. Skero

    Als wir Ende letzten Jahres mit der Planung des Popfests anfingen, war Der Nino aus Wien noch beinahe ein Geheimtipp, mittlerweile ist er längst Teil des Establishments, beinahe schon gelangweilt vom eigenen Erfolg und lässt zu seinen Songs statt bloßer Musikvideos gleich Breitwandkurzfilme drehen, siehe „Vollenden“ im Youtube‐Lichtspieltheater ihrer Wahl. „Dass der Mönch, der zu dir aufschaut nur der halbe Künstler ist“, singt Transdanubiens neuer Dylan im Strudel, hoffnungslos gefangen im Sog seines poetischen Drangs. Ganz ohne Scherz und Ironie […]

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  • Ernesty International

    Der letztjährige Pressetext zum Debüt‐Album von Ernesty International klang noch kurz und bündig: „Ernesty International ist das (Homerecording-)Soloprojekt von Bell Etage‐ und Hotel Prestige‐Sänger Ernst Tiefenthaler. Die Instrumentierung umfasst Gitarre, Bass, Beserl‐Snare, Kuhfelltrommel, Melodika, Klatschen, Mundharmonika, Tambourine, Glockenspiel, Shaker, Chor, Libro‐Schere, Rotweinflasche, Ukulele und Hustenzuckerldose. Mittelpunkt bleiben die Stimme und Texte Tiefenthalers. Bei einigen Songs singt auch Eloui mit, die ansonsten bei Thalija und den Brainmanagerz spielt und singt.“ In der Zwischenzeit ist das Unvermeidliche geschehen, und Ernesty International hat […]

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  • Florian Horwath

    Er ist der lockige Beau mit der brüchigen Stimme, dem großen Charisma und dem sicheren Talent, aus dem kleinsten Körnchen Melodie die große Geste wachsen zu lassen. Aber übergeben wir das (gekürzte) Wort besser gleich an Philipp L’heritier: „Wieviel Melancholie und gefühlige Sehnsüchtelei ist denn der junge, weiße, hühnerbrüstige Künstler in seinem musikalischen Schaffen heute noch zu schultern imstande, ohne nur eine Idee von Angst haben zu müssen, gleich im Rollenfach des weinerlichen Schmerzenmannes zu landen, der sich bloß in […]

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  • MIKA VEMBER + BöRN

    Ein oft unterbewerteter Behelf im Werkzeugkasten der Songwriterei ist der Witz. Ja, existenzielle Zerwürfnisse spielen auch bei der gebürtigen Niederösterreicherin Mika Vember eine zentrale Rolle. Aber ihre Perspektive ist nie bloß die selbstmitleidige Introspektion, eine fordernde Keckheit blitzt immer durch, wenn sie etwa vom Gummiband singt („Rubber Band“), das wer immer sich angesprochen weiß, besser nicht überspannen sollte. Vembers Zugang ist eine Stufe unkonventioneller und kratzbürstiger als der von Clara Luzia, in deren Band sie jahrelang Percussion spielte. Wie sagt […]

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  • The Clonious

    Könnte man mit drei Kopfhörern direkt in das musikalische Epizentrum von The Clonious eindringen, würde man Zeuge eines diffizilen organisch‐maschinellen Klonvorgangs, der einen ganz individuellen, Cartoon‐artigen Superhero entstehen lässt. The Clonious verfolgt ein unkonventionelles und vor allem fiktives Konzept mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus. Er fügt das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammen und zerlegt in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien, um am Ende festzustellen, dass Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein […]

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  • Velojet

    Was die Wiener Indie‐Szene immer schon gebraucht hatte, auch wenn sie es nicht wusste, war eine unbeschwerte Popband. Eine Band ohne Tendenz zur Flucht ins unangreifbar Verkorkste auf der einen und ohne rockistische Macker‐Pose auf der anderen Seite. Eine Band mit gleich viel Mädchen wie Buben drin, am besten alle klein und dünn und außerdem noch gutaussehend, die nebenher noch spielen können wie die besten ihres Fachs, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Als all das kamen Velojet mit Pop‐Perlen […]

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