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Mimu At Nite

Die Grafikerin und Medienkünstlerin Mimu Merz macht auch Songs, im allerweitesten Sinn des ausgelatschten Wortes, meist in Verbindung mit visuellen Elementen. Sie bezeichnet ihre Musik als einen salzigen Finger in der Wunde des Alltags. Live tritt sie mit Geige, Akkordeon und Laptop an, von der Festplatte kommt aber weniger das erwartete elektronische Knarzen, Klappern und Wummern, sondern Feldaufnahmen und Samples. Die Soundscapes werden an im Raum verteilte Radios gesendet, am besten an einem Ort, wo es sonst keine Konzerte gibt. Und, wie ihr Name sagt, bei Nacht. Ersteres werden wir erfüllen können, zweiteres diesmal leider nicht. Mit ihren Visuals hat sie in den letzten Jahren Acts wie DMX, Ellen Allien, Modeselektor, Gustav, oder Squarepusher begleitet. Ihre kleinen Manifeste klingen eigentlich zu gut, um sie hier zerschnipselt als Infotext zu verbraten, aber egal: „Ich erfinde Schwachsinn, der dann irgendwann komischerweise doch Sinn macht, als ob es Absicht wäre“, sagt sie. Das Hauptwerk ihres Schaffens sei sie selbst, „Vielleicht verschenke ich mich aus Dankbarkeit an meine Mutter und sie hängt mich in ihrem Wohnzimmer auf. Oder ich verkaufe mich an den meistbietenden Nächstbesten. Oder ich vergesse mich in einer Räumlichkeit, die zur Aufbewahrung von Dingen dient, die man eigentlich nicht mehr braucht, von denen man sich aber noch nicht endgültig trennen kann.“

 
 

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