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Garish

Garish waren eine jener Bands, an der sich die Geister schieden. Bis heuer. Ihr jüngstes Album „Wenn dir das meine Liebe nicht beweist“ hat genau den Punkt markiert, wo endgültig alle Kinnladen offen blieben. Vom einnehmenden Opener „Dann Fass ich mir ein Herz“ bis zum Schlusssong „Wir Warten“ passte da plötzlich einfach alles zusammen in dieser Band rund um den Sänger und formidablen Texter Thomas Jarmer, seinen Bruder Christoph, Julian Schneeberger, Markus Perner, Kurt Grath, ihren Produzenten Thomas „Kantine“ Pronai und die Gäste Kostadin Radenkovic, das Ensemble Grünspecht und den sogenannten „Rattenchor“ im lustvoll polyphonen Reigen ihrer Akkordeons, Klarinetten, Mandolinen, des Kontrabass,der Trompeten, Geigen, Heimorgeln und Gitarren. Unterhalb der alles durchdringenden Stimmung sehnsüchtiger Melancholie, tief im dynamischen Kreiseln ihrer geradezu obszön eingängigen Melodien lassen sich sowohl Spuren mitteleuropäischer Volkstänze als auch moderner Dance Music aufspüren, siehe den loop-artigen Aufbau von “Die Perspektive” oder das herzhafte Stampfen von “Eisenherz”. “Heute hör ich von dir, hier werd ich nicht alt”, singt Thomas Jarmer in “Komme nie zu spät”, und wir wissen nicht, ob er zu diesem Zeitpunkt geistig noch im Burgenland ist, wo Garish und so vieles an ihrer Musik so offensichtlich herkommen, oder hier in Wien. Passen könnte eh beides.

 
 

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