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Live pflegen diese Jekylls & Hydes des Pop eine Schockstrategie der Desorientierung

© Apollonia Bitzan

Rambo Rambo Rambo

Freitag, 29 Juli 23.00

Fakt: 97,5% aller Bands behaupten, ihr Sound ließe sich keinen Kategorien zu ordnen. RRR dagegen gehören zu den 0,3% die das zurecht tun dürften: Wie soll man aus einer Band schlau werden, die einmal zarteste Songs mit fein gedrechselten Modulationen hervorbringt, dann bolzt, böllert und shreddet wie eine Metal-Band, dann in Chören singt wie Crosby, Stills & Nash, dann wieder mit komplexen Unisono-Breaks und Rhythmuswechseln um sich wirft wie 10cc, Steely Dan, King Crimson gar. Auf ihrem Album „Funfest“, das vor einem Jahr erschien, ist all das auf einmal zu hören, ihre 2011 veröffentlichte erste EP dagegen bot sonnengeküssten Pop mit Harmonien, die die Kontrolle der Kinnlade außer Kraft setzten. Live pflegen diese Jekylls & Hydes des Pop eine Schockstrategie der Desorientierung, indem sie einmal mit Streichern, dann als Americana-Act, dann wieder als rockendes Power Trio auffahren.
Das wirklich furchterregende an Martin Hemmer, Sebastian Koch und Andreas Hellweger ist aber, dass sie all diese Stile auch mit einer Leichtigkeit beherrschen und zu wechseln vermögen, als brauchten sie bloß eine andere Platte aufzulegen. Ein ungeklärtes Phänomen eigentlich.

 
 

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