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Einer der Gründe, warum Elecrtonica und Sampladelia aus Österreich so gut gehen, ist dass sie sich den Brandmarken ihrer Herkunft entziehen

Abby Lee Tee (c) Helga-Traxler

Abby Lee Tee

Samstag, 26 Juli 2014 02.00

Es wurde schon anderswo mehr als einmal gesagt, aber einer der Gründe, warum Elecrtonica und Sampladelia aus Österreich so gut gehen, ist dass sie sich den Brandmarken ihrer Herkunft entziehen. Nicht ohne Grund heißt Abby Lee Tees letzten Oktober erschienene Werkschau „Speechless Affairs“. Spuren afrikanischer Gesänge, ambiente Waberklängen und wie Züge in Zeitlupe durch den Track fahrende Beats und Loops treffen da auf Vogelstimmen und alle möglichen found sounds, die von überall auf dieser Welt her stammen könnten.

Das war alles noch ganz anders, als Abby Lee Tee, damals als DJ Abillity, Anfang des Jahrtausends bei der Hip Hop-Band Hinterland für die Beats sorgte. Als Teil der Mühlviertler Hillbilly Souldier Crew versuchte man, den Spott der Landeshauptstädter über die benachbarten Bauern in eine paradoxes Kapital umzumünzen. Selbst seither nach Linz gezogen, ist Abby Lee Tee nun also längst kein „billy“ aus den Hügeln mehr. Seit dem dritten Drittel der Nullerjahre hat er sich in der elektronischen Szene der Donaustadt kundig und bekannt gemacht, sei es durch seine Kollaborationen mit Feux (bzw. Leeux), Minor Sick, Kalifornia Kurt und Ritornell oder die von ihm mitorganisierten The Futures Sound-Parties in der Stattwerkstatt. So richtig urban klingt das, was Abb Lee Tee da heutzutage macht, trotzdem nicht. Schon eher over the hills and far away.

 
 

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