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Beim Indie-Pop ist das so eine Sache: Prinzipiell meint man immer, man habe schon alles gehört, das Genre sei erschöpft

Pilot Jr (c) Eva Ludwig Glück

PILOT JR.

Sonntag, 27 Juli 2014 14.00

Beim Indie-Pop ist das so eine Sache: Prinzipiell meint man immer, man habe schon alles gehört, das Genre sei erschöpft. Und dann kommt eine Band, die bekommt die schillernden Chöre, die sonnigen Songs, die Jangle-Gitarren, das leichtfüßige Schlagzeug und den Synthie-Feenstaub so zielsicher hin, dass man den Snobismus von sich gleiten lässt wie einen lästigen Duschvorhang, den erfrischenden Luftzug fühlt und sich fragt, was daran je falsch sein hätte können. Pilot Jr sind genau so eine Band. Philip Waldenberger, Eva-Maria Prosek (beide Gesang, Gitarre), Lucian Keszeg (Synthesizer), Ludwig Klossek (Bass) und Florian Nemeth (Schlagzeug) haben sich überhaupt erst Anfang dieses Jahres zusammengetan und arbeiten bei Redaktionsschluss dieses Programmtexts gerade an der Fertigstellung der neun Songs, die noch heuer auf ihrem ersten Album erscheinen sollen. Zwei davon, „Pedestrian“ und „South“, sind bereits auf ihrer Soundcloud zu hören und verraten eine Affinität zu Dream-Pop und skandinavischer, harmonischer Aufgeräumtheit (nicht unähnlich den frühen Velojet) mit gewissen Tendenzen Richtung Shoegaze – ein Sound der, wie es sich so ergibt, bestens für den natürlichen Hall in der Aula des Wien Museums geeignet sein sollte. Auf dass Pilot Jr die Köpfe mit dicken Shampoo-Batzen ätherischen Wohlklangs waschen mögen.

 
 

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