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Ein Protestsong gegen die Wirklichkeit, federleicht und catchy, ein immer dringlicher sich hinauf und hinabschraubender Beschwerdegesang fädelt die Misere assoziativ auf: von der Apathie der jungen Linken im Klassenzimmer bis zum selbstgefälligen Öko-Privatismus der Gegenwart

Rotifer (c) Unkown

Rotifer

Samstag, 26 Juli 2014 00.00

Ein Protestsong gegen die Wirklichkeit, federleicht und catchy, ein immer dringlicher sich hinauf und hinabschraubender Beschwerdegesang fädelt die Misere assoziativ auf: von der Apathie der jungen Linken im Klassenzimmer bis zum selbstgefälligen Öko-Privatismus der Gegenwart. Da hilft nur ein von Max Liebermann entliehenes, ins Englische transferiertes Zitat: “I Couldn’t Eat As Much As I’d Like To Throw Up“ – uplifting Unmut, wie er sein soll. Im März 2012 verließ Bassist (und Ex-Songwriter von Hefner) Darren Hayman die Band Rotifer in Freundschaft. Sein Ersatz Mike Stone (Bassist bei den Television Personalities), der Schlagzeuger Ian Button und Robert Rotifer setzten die Band als nicht mehr bloß den Songwriter situativ unterstützendes, fixes Gefüge neu auf.
Das Resultat dieses organischen Zusammenwirkens zeigt die bekannten Songwriterqualitäten Rotifers in souveräner Form: die finessenreichen Phrasierungen, der Einsatz von Stop and Go-Mustern, das swingende Gitarrenspiel das antirockistische, tighte Schlagzeug und die kontrastreichen Verknüpfungen bzw. Spannungen von melodischen und sprachlichen Elementen.
Die Zukunft, scheint uns Rotifer zu sagen, wurde wohl schon früher verspielt.
Das einzige, was wir haben, ist Musik, die von der Gegenwart handelt, aber sich ihr nicht ausliefert.
(Thomas Edlinger, mit Dank des vom ideellen Problem des Eigenlobs erlösten Programmschreibers)

 
 

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