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Es wäre eine Beleidigung ihres Wesens, Glutamat eine Institution zu nennen, aber die von Matze Pfisterer alias MP Kopflos 1995 als Soloprojekt gegründete Band kratzt schon am Ende ihres zweiten Jahrzehnts

Glutamat (c) Christian Bazant-Hegemark

Glutamat

Donnerstag, 24 Juli 2014 00.30

Es wäre eine Beleidigung ihres Wesens, Glutamat eine Institution zu nennen, aber die von Matze Pfisterer alias MP Kopflos 1995 als Soloprojekt gegründete Band kratzt schon am Ende ihres zweiten Jahrzehnts, seit 2006 in sechs-köpfiger Besetzung mit Thesa Tödlich, singend mit Stimme und Säge, Palme und Ronald von den Sternen (beide Gitarre und Bass), Susi von Hannover an Akkordeon und Trompete und DD Kern (hier unter dem Pseudonym King Augenring) am Schlagzeug. Die Verbindung von Theater und Rockmusik hat in Wien ja durchaus Tradition, bloß berief sich die in dieser Stadt ja fast immer auf Zappa, bei den stets radikal kostümierten Glutamat dagegen eher auf Throbbing Gristle oder gar nichts. Beziehungsweise hat die Band mit der Theater- und Performance-Gruppe Miasma und dem Künstlerduo Deutschbauer & Spring zusammen gearbeitet. Gestohlen sind diese letzten beiden Informationen aus einem aufschlussreichen Interview, das MP Kopflos heuer dem Blog DerBagger.org gab, während der Medienmainstream Glutamats letztjähriges Album „Sturm der Herzen“ flächendeckend sträflich ignorierte. Das ist zwar schade, aber eher für den Medienmainstream, denn Glutamat sind die Sorte Band, auf die bei einem Soli-Benefiz um zwei in der Früh im EKH ein eingeschworenes Publikum wartet, das auch ohne Absegnung der Band durch die Kritik auskommt. Man kann davon ausgehen, dass sich jener Kreis heuer beim Popfest signifikant erweitern wird.

 
 

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