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Sie mögen sich selbst als „erste Indie-Band mit Bildungsauftrag“ bezeichnen, aber Fabian Rucker, Phil Nykrin und Andreas Lettner alias Namby Pamby können uns nicht täuschen

Namby Pamby Boy (c) Severin Koller

Namby Pamby Boy

Donnerstag, 24 Juli 2014 23.30

Sie mögen sich selbst als „erste Indie-Band mit Bildungsauftrag“ bezeichnen, aber Fabian Rucker, Phil Nykrin und Andreas Lettner alias Namby Pamby können uns nicht täuschen: Die Lehren, die unschuldige Popkonsument_innen aus ihrer Musik ziehen, führen geradewegs ins fremde Reich des Jazz. Nicht dass das Popfest sich solchen Fährten je verschlossen hätte, ganz im Gegenteil. Wenn die Pet Shop Boys beim Jazzfest spielen dürfen, dann ist bei uns noch lange Platz für Namby Pamby Boy. Eine Nachbarin ihres Probelokals, einer Garage, in der sie laut Bandinfo „laut genug sein können, um den Lärm von draußen nicht mehr wahrzunehmen“, soll einmal gesagt haben: „Wenn sie schon eine Rockband sein wollen, sollten sie zumindest einen Bassisten haben. Mir ist das generell einfach zu beliebig.“ Aha! Aber in dem ersten Relativsatz liegt schon die erste interessante Frage verborgen. Wer weiß wirklich, was Namby Pamby Boy sein wollen? Der Reiz ihrer Musik liegt schließlich genau darin, dass man ihr das so definitiv nicht anhört. Gespielt haben die Musiker dieses Trios aus Sax (und andere Blattinstrumente), Schlagzeug und Keyboards unter anderem mit namhaften Jazzern wie Christian Muthspiel, Wolfgang Puschnig, Harry Sokal, Bobby Previte, Mike Gamble oder Uri Caine, andererseits mit Hip Hopper_innen wie Fiva, Blumentopf, Texta und so unterschiedlichen Acts wie S.K. Invitational, Mono & Nikitaman, Russkaja, Parov Stelar oder Violetta Parisini. Kurz gesagt: Alle wollen sie, weil sie spielen können. Und bei Namby Pamby Boy können sie spielen, was sie wollen. Beides zusammengenommen kann nur eine gute Sache sein.

„>Namby Pamby Boy LUNCHBREAK OPTIMISM from „>Fabian Rucker on Vimeo.

 
 

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