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Wenn einer sein Solodebütalbum mit einer fast siebenminütigen Klangcollage namens „Motte“ beginnt, dann ist das wohl als Signal zu verstehen. Werner Kitzmüller und die leichte Muse werden nie die besten Freunde werden, seine Stimme ist so tief wie das Glas vor ihm in jener fiktiven Bar, in der er mit Scott Walker und David Sylvian trinken geht.

Werner Kitzmüller

Werner Kitzmüller

Samstag, 28. Juli 14.00

Wenn einer sein Solodebütalbum mit einer fast siebenminütigen Klangcollage namens „Motte“ beginnt, dann ist das wohl als Signal zu verstehen. Werner Kitzmüller und die leichte Muse werden nie die besten Freunde werden, seine Stimme ist so tief wie das Glas vor ihm in jener fiktiven Bar, in der er mit Scott Walker und David Sylvian trinken geht. Eine Gesellschaft, in der viel geschwiegen wird, ehe das gut gewählte erste Wort die Stille füllt: „Was war die Antwort auf die Frage, die dir auf der Zunge liegt?“, ist der erste Satz, den Kitzmüller auf angesprochenem Album „Evasion“ singt, so als wollte er programmatisch die große Rolle umschreiben, die der ungespielte Ton in seiner enorm atmosphärischen, einen geduldigen Flirt mit dem Stillstand treibenden Musik spielt. Kitzmüller arbeitet mit dem Werkzeug eines Singer-Songwriters, aber was er tatsächlich erzeugt, sind intime akustische Nahaufnahmen in ultrafeinem Korn.