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Vermutlich wurden schon ein paar Seminararbeiten über die Frage geschrieben, warum in just einem Zeitalter, wo jeder Bobo im Café sein Laptop aufmacht, gerade elektronische MusikerInnen vom Bedürfnis befallen werden, mit „echten“ Instrumenten zu arbeiten (siehe Elektro Guzzi, Patrick Pulsinger, Binder & Krieglstein, um nur ein paar Beispiele aus dem heurigen Popfest-Programm zu nennen).

Sixtus Preiss

Sixtus Preiss

Donnerstag, 26 Juli 00.30

Vermutlich wurden schon ein paar Seminararbeiten über die Frage geschrieben, warum in just einem Zeitalter, wo jeder Bobo im Café sein Laptop aufmacht, gerade elektronische MusikerInnen vom Bedürfnis befallen werden, mit „echten“ Instrumenten zu arbeiten (siehe Elektro Guzzi, Patrick Pulsinger, Binder & Krieglstein, um nur ein paar Beispiele aus dem heurigen Popfest-Programm zu nennen). Sixtus Preiss wäre allenfalls zum Verfassen so einer Theorieschrift qualifiziert, hat er die Frage nach einer groben Beschreibung dessen, was er beim Popfest gemeinsam mit Mitgliedern der Band Kompost3 aufzuführen gedenkt, doch gleich mit folgendem spontanen Manifest beantwortet: „Grundsätzlich steht die Idee im Raum, die Rahmen meiner elektronischen Musik akustisch zu interpretieren und nach neuen Möglichkeiten des Musikmachens zu forschen. Hört sich sehr klassisch an oder schon vielfach gemacht, deswegen beschreibe ich es kurz: Meine elektronische Musik ist ein Versuch, komplexe Motive so zu produzieren, dass sie im ersten Moment nicht als komplexe Motive auffallen, sondern höchstens wonky oder glitchy erscheinen. Was mit dem Computer leicht funktioniert, ist mit akustischer Band eine Herausforderung. Dazu habe ich mir Kompost3 eingeladen, da sie eine herausragende Band mit unglaublicher Soundästhetik sind.“
Beim Popfest wird die Besetzung dieser ambitionierten Kollaboration aus Sixtus Preiss (Keyboards und Samples), Martin Erberle (Flügelhorn, Trompete), Manu Mayr (Bass) und Lukas König (Schlagzeug, Sounds) bestehen. Im Herbst wird eine EP davon bei Affine Records erscheinen.

 
 

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