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		<title>MA 21</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 16:53:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die drei MCs Smaug, Pierre und Donnie Rico aus Floridsdorf haben letztes Jahr mit „Kopf oder Herz“ ein Debüt veröffentlicht, das in seiner Mischung aus Gewitztheit und musikalischem Flow die logische Antwort „beides“ nahelegte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die drei MCs Smaug, Pierre und Donnie Rico aus Floridsdorf haben letztes Jahr mit „Kopf oder Herz“ ein Debüt veröffentlicht, das in seiner Mischung aus Gewitztheit und musikalischem Flow die logische Antwort „beides“ nahelegte.</strong> Die drei Schulfreunde, „die schon seit Jahren lodern“, kommen von jenseits der Donau angereist, wo sie ehrenamtlich ihre „Magistratsabteilung für Beats und Raps“ betreuen: „Stempel drauf, heut wird eins vermerkt: Schließ die Akte, verdammt! Rap ist heimgekehrt.“</p>
<p>httpvhp://www.youtube.com/view_play_list?p=12C58DFFE1D316CF</p>
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		<title>Kayo</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 19:53:06 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Er macht „des seit Joahn, werd hot doch mach nie Pop wia a Maiskoan, sonst kennt i ma’s glei spoan“, rappt Kayo in „Rap is erwoxn“. Nett von ihm, dass er trotzdem beim Popfest vorbeischaut, zwar in Begleitung von Markante Handlungen-Kumpane DJ Phekt aber trotzdem formal als Solo-Act, schließlich bringt er als solcher nur drei Wochen später sein neues Album heraus, das sich, wie aus obigem Track hervorgeht, einem unausweichlichen Phänomen stellt, für das es im Hip Hop noch keine erprobte Gebrauchsanweisung gibt, dem Älterwerden:<br />
„Heute siegt die Vernunft, doch i kann nua sogn: Scheen woa’s.“ („I woa a amoi jung“). </p>
<p>httpvhp://www.youtube.com/view_play_list?p=BE115167F647337E</p>
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		<title>Kamp</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 19:25:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[WienerInnen beraunzen ja gern die Tatsache, dass die WienerInnen immer bloß raunzen, aber in einem Genre, das ansonsten ein klein wenig zur Hybris neigt, sind bekennende Verliererfiguren wie Kamp ein erfrischendes Labsal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WienerInnen beraunzen ja gern die Tatsache, dass die WienerInnen immer bloß raunzen, aber in einem Genre, das ansonsten ein klein wenig zur Hybris neigt, sind bekennende Verliererfiguren wie Kamp ein erfrischendes Labsal.</strong> Der größte aller Versager im VOZ-Kollektiv, „nur ein verkrüppelter Kiffer mit ‘ner kaputten Wirbelsäule“, der vor zwei Jahren ausgerechnet mit solchen Zeilen den Triumph erzielte, vom deutschen Juice-Magazin zum Album des Monats gekürt zu werden, wird an diesem Abend nicht wie sonst mit DJ Whizz, sondern mit seinem alten DJ Richart Mixon aufspielen.</p>
<p>httpvhp://www.youtube.com/view_play_list?p=667C03CC6E846E2F</p>
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		<title>Vortex Rex</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:27:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vortex Rex kommen aus Wien, sind eine personell flexible Band um Ilias Dahimène. Inspiriert vor allem von den ästhetischen Welten von Rock und Hip Hop versuchen sie diese in einer postmodernen Musiklandschaft zu integrieren. Seit ihrer Gründung 2005 tourten sie mit Bands wie The Gossip oder Japanther und absolvierten einige Headlinertouren in Europa, darunter zweimal in Großbritannien, bekamen tolle Kritiken in Zeitschriften und so Zeugs, wissen aber trotzdem noch immer, wie man Party macht. Ihr zweites Album „Natural Style” erscheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortex Rex kommen aus Wien, sind eine personell flexible Band um Ilias Dahimène. Inspiriert vor allem von den ästhetischen Welten von Rock und Hip Hop versuchen sie diese in einer postmodernen Musiklandschaft zu integrieren. Seit ihrer Gründung 2005 tourten sie mit Bands wie The Gossip oder Japanther und absolvierten einige Headlinertouren in Europa, darunter zweimal in Großbritannien, bekamen tolle Kritiken in Zeitschriften und so Zeugs, wissen aber trotzdem noch immer, wie man Party macht. Ihr zweites Album „Natural Style” erscheint voraussichtlich noch 2010 auf Seayou Records. (Infotext: Seayou)</p>
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		<title>Velojet</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:26:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was die Wiener Indie-Szene immer schon gebraucht hatte, auch wenn sie es nicht wusste, war eine unbeschwerte Popband. Eine Band ohne Tendenz zur Flucht ins unangreifbar Verkorkste auf der einen und ohne rockistische Macker-Pose auf der anderen Seite. Eine Band mit gleich viel Mädchen wie Buben drin, am besten alle klein und dünn und außerdem noch gutaussehend, die nebenher noch spielen können wie die besten ihres Fachs, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Als all das kamen Velojet mit Pop-Perlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die Wiener Indie-Szene immer schon gebraucht hatte, auch wenn sie es nicht wusste, war eine unbeschwerte Popband. Eine Band ohne Tendenz zur Flucht ins unangreifbar Verkorkste auf der einen und ohne rockistische Macker-Pose auf der anderen Seite. Eine Band mit gleich viel Mädchen wie Buben drin, am besten alle klein und dünn und außerdem noch gutaussehend, die nebenher noch spielen können wie die besten ihres Fachs, ohne darum großes Aufsehen zu machen. Als all das kamen Velojet mit Pop-Perlen wie „Love is on its Way“ oder „I Follow my Heart“ im Köcher Mitte des vergangenen Jahrzehnts angereist. So perfekt geformt, dass man sie am liebsten auf ewig in einem gar nicht so großen Gurkenglas konserviert hätte. </p>
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		<title>The Clonious</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:25:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Könnte man mit drei Kopfhörern direkt in das musikalische Epizentrum von The Clonious eindringen, würde man Zeuge eines diffizilen organisch-maschinellen Klonvorgangs, der einen ganz individuellen, Cartoon-artigen Superhero entstehen lässt. The Clonious verfolgt ein unkonventionelles und vor allem fiktives Konzept mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus. Er fügt das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammen und zerlegt in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien, um am Ende festzustellen, dass Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Könnte man mit drei Kopfhörern direkt in das musikalische Epizentrum von The Clonious eindringen, würde man Zeuge eines diffizilen organisch-maschinellen Klonvorgangs, der einen ganz individuellen, Cartoon-artigen Superhero entstehen lässt. The Clonious verfolgt ein unkonventionelles und vor allem fiktives Konzept mit Hang zur Detailarbeit und obsessivem Perfektionismus. Er fügt das scheinbar Unbedeutende und das offensichtlich Wesentliche zusammen und zerlegt in weiterer Folge wieder Musik in Rhythmus und Harmonien, um am Ende festzustellen, dass Jazz die unumstößliche Mutter des Ganzen ist. Ein Soulsearcher und Vinyl-Afficionado, der gerne wissen würde, wie man einen Breakdance hinlegt aber für gewöhnlich trotzdem ungefragt auszuticken beginnt. Seine Qualitäten als DJ und Producer hat The Clonious im Rahmen der Red Bull Music Academy 2007 in Toronto unter Beweis stellen können, wo er mal einfach so mit Theo Parrish, Tony Allen, Ron Trent Steve Spacek und Waajeed drauflosjammen durfte. 2009 unterschrieb er bei Ubiquity Records in San Francisco und veröffentlichte im Juni seine langerwartete Debüt-EP „Adroit Adventures“. In weiterer Folge erschien seine erste LP „Between the Dots“, die ihm beachtliche Resonanz und Reputation auf der ganzen Welt einbrachte. In näherer Zukunft wird sich aber noch einiges tun: eine brandneue Liveshow genauso wie Releases und Collabos auf seinem Homelabel Affine Records. The Clonious’ erfrischender und undogmatischer Zugang zum Musikmachen deutet schon zu Recht auf sein junges Alter hin. Und so ist es auch, um sich eines Keeganisms (Anmerkung: Kevin Keegan, englische Fussballerlegende) zu bedienen: Young Clonious, he ́s young. (Programminfo: Affine)</p>
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		<title>Tanz Baby!</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:16:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Ich bin traurig“, singt der Mann im Elektroboot, und die Rose im seinem Knopfloch glüht rot, selbst noch im schwarzweißen Video. Das Spiel mit dem Schlager ist ein gefährliches, bedroht von der Banalität der Ironie auf der einen und dem falschen Sentiment auf der anderen Seite. Aber man würde nicht wagen ihm zu widersprechen, dem Mann im Elektroboot. Er meint, was er singt. Was David und Mu von Tanz Baby! im Studio mit Produzent Thomas „Kantine“ Kantine und live mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich bin traurig“, singt der Mann im Elektroboot, und die Rose im seinem Knopfloch glüht rot, selbst noch im schwarzweißen Video. Das Spiel mit dem Schlager ist ein gefährliches, bedroht von der Banalität der Ironie auf der einen und dem falschen Sentiment auf der anderen Seite. Aber man würde nicht wagen ihm zu widersprechen, dem Mann im Elektroboot. Er meint, was er singt. Was David und Mu von Tanz Baby! im Studio mit Produzent Thomas „Kantine“ Kantine und live mit ihrer Band samt Klavier, Akkordeon, weiblichem Harmoniegesang und gegebenenfalls Rhythmusmaschine oder Schlagzeug (wieder Kantine) hervorzaubern, ist ein erstaunliches Destillat aus wissender Coolness und tiefen Wurzeln in den Sounds von Radio Burgenland und einem unüberhörbaren Einfluss der Musik der Roma und Kroaten.<br />
Die von David, einem im Umgang mit audiovisuellen Medien akademisch geschulten Konzeptkünstler, verkörperte Kunstfigur des melancholischen Gigolo verführt uns mithilfe Mus schamlos eingängigen, repetitiven Melodien, aber tief in seinem Innersten bleibt er doch ein Schuft: „Ich hab geliebt heut Nacht und dabei doch nur an dich gedacht.“</p>
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		<title>Songs of Claire Madison</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:15:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da benennt einer eine Band nach einer Figur aus einem Handke-Roman, weil er selbstkritisch befindet, der Autor scheitere in jener Claire Madison als Darstellung einer amerikanischen Figur genauso wie er selbst in seinen Songs. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die vorgebliche Mangelhaftigkeit jener Songs in Wahrheit ihre große Qualität birgt, den Bruch nämlich, der aus der Genre-Übung eine Reise in ein imaginäres, weites Land macht, wo Typen wie Alex the Man von Großmüttern mit besonderen Heilkräften erzählen, wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da benennt einer eine Band nach einer Figur aus einem Handke-Roman, weil er selbstkritisch befindet, der Autor scheitere in jener Claire Madison als Darstellung einer amerikanischen Figur genauso wie er selbst in seinen Songs. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die vorgebliche Mangelhaftigkeit jener Songs in Wahrheit ihre große Qualität birgt, den Bruch nämlich, der aus der Genre-Übung eine Reise in ein imaginäres, weites Land macht, wo Typen wie Alex the Man von Großmüttern mit besonderen Heilkräften erzählen, wo der Rettungswagen klingt wie ein Bummelzug, der klingt wie eine Slide-Gitarre. SONGS OF CLAIRE MADISON</p>
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		<title>Sir Tralala</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:13:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei Beschreibungen der Kunst des Sir Tralala wird gern seine vermeintliche Neigung zum Wahnsinn ins Treffen geführt. Dabei legt insbesondere sein jüngstes Album „Escaping Dystopia“ mit seinen fingerfertig gespielten (bzw. programmierten), megalomanisch opulenten und harmonisch einwandfrei gesetzten, orchestralen Arrangements die Vermutung nahe, dass David Hebenstreit, wie der als DJ, Club-Abend-Betreiber und begehrter Mitmusiker durch die Stadt geisternde Sir bürgerlich heißt, alles andere denn auf den Kopf gefallen sein muss. Er kann auch auf Dialekt („Dem Buam sei Gruam“), kann Schubert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Beschreibungen der Kunst des Sir Tralala wird gern seine vermeintliche Neigung zum Wahnsinn ins Treffen geführt. Dabei legt insbesondere sein jüngstes Album „Escaping Dystopia“ mit seinen fingerfertig gespielten (bzw. programmierten), megalomanisch opulenten und harmonisch einwandfrei gesetzten, orchestralen Arrangements die Vermutung nahe, dass David Hebenstreit, wie der als DJ, Club-Abend-Betreiber und begehrter Mitmusiker durch die Stadt geisternde Sir bürgerlich heißt, alles andere denn auf den Kopf gefallen sein muss. Er kann auch auf Dialekt („Dem Buam sei Gruam“), kann Schubert morden/ehren („Das Heideröslein“) und macht bei aller ostentativer Wunderlichkeit am Ende doch sowas wie Popmusik. „Deine Melodie, sie ist ein Wurm in meinem Ohr und zieht mich nach oben“, singt Sir Tralala mit wachsender Emphase in „Hymne wider die Macht (Die Macht ist eine Diva)“, während sich sein Dosenorchester immer weiter in Richtung finalen Tusch aufschwingt, „und dann schlag ich dir den Kopf ab, du Genie, und dann zerstör ich deinen Ton mit deiner eigenen Melodie.“ Okay, vielleicht ist doch was dran an der Sache mit dem Wahnsinn.</p>
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		<title>Robert Rotifer</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:12:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Kurator verschafft sich selbst seinen Gig, allerdings am Sonntagmittag, sozusagen außer Konkurrenz, weil ihn a) genügend unterschiedliche Leute direkt darauf angesprochen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht der einzige ist, der b) seine Songs – nach dem Auftritt bei der Kunstzone während der Fußball-EM ’08 – gern noch einmal auf der Seebühne hören will. Noch dazu, wo seither mit dem unlängst erschienenen Album „The Children on the Hill“ einige neue Nummern dazu gekommen sind. Dass Rotifer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kurator verschafft sich selbst seinen Gig, allerdings am Sonntagmittag, sozusagen außer Konkurrenz, weil ihn a) genügend unterschiedliche Leute direkt darauf angesprochen haben, um ihn davon zu überzeugen, dass er nicht der einzige ist, der b) seine Songs – nach dem Auftritt bei der Kunstzone während der Fußball-EM ’08 – gern noch einmal auf der Seebühne hören will. Noch dazu, wo seither mit dem unlängst erschienenen Album „The Children on the Hill“ einige neue Nummern dazu gekommen sind. Dass Rotifer selbst seit 13einhalb Jahren nicht mehr in Wien wohnt und Schlagzeuger Ian Button eigens aus London einfliegt, geht in Ordnung, da c) ein Bett im Fürstenhof genauso viel zählt wie ein Meldezettel und d) getreu dem Motto der Veranstaltung jede Band, die eine Wiener Band sein will, auch eine Wiener Band ist. Das gilt auch für die Freunde, darunter pauT (eigentlich aus Baden), Stefan Franke von mob (eigentlich aus Kritzendorf), den einen oder anderen Überraschungsgast (möglicherweise aus Graz) und nicht zuletzt für das junge Songwriterinnenwunder Mel, die samt ihrem von The Seesaw her bekannten Partner Stootsie und ihrem hochgelobten Album „Escape the Cold“ („große Klasse“, schrieb Schachinger im Standard) aus dem fernen Salzburg anreist. Im übrigen ist es der Kurator jetzt aber leid, über sich selbst in der dritten Person zu schreiben. </p>
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		<title>Protestant Work Ethic</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:11:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manchmal lassen sich einfach keine pop-evolutionären Argumente dafür finden, warum die Welt noch mehr Musik von noch einer Band mehr braucht, und im Fall des bei Valeot Records erschienenen Juwels „The Jar and Shock“ von Protestant Work Ethic ist das als hohe Auszeichnung zu verstehen. Weil emotionale Singer-Songwritermusik entgegen aller angelernter Reflexe eben doch immer noch spannend sein kann. In diesem Fall liegt das mindestens so sehr an des Oberprotestanten Simon Usatys überzeugend runden Songs wie an der beeindruckenden Dynamik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal lassen sich einfach keine pop-evolutionären Argumente dafür finden, warum die Welt noch mehr Musik von noch einer Band mehr braucht, und im Fall des bei Valeot Records erschienenen Juwels „The Jar and Shock“ von Protestant Work Ethic ist das als hohe Auszeichnung zu verstehen. Weil emotionale Singer-Songwritermusik entgegen aller angelernter Reflexe eben doch immer noch spannend sein kann. In diesem Fall liegt das mindestens so sehr an des Oberprotestanten Simon Usatys überzeugend runden Songs wie an der beeindruckenden Dynamik seines Vortrags zwischen gehuschter Zurückhaltung und großem Drama — eine Qualität, die er möglicherweise sogar besser beherrscht als der gern über-outrierende Conor Oberst, um jetzt nur einen der unvermeidlichen Vergleiche abzuhaken.<br />
Dort, wo Usaty alleine spielt, zum Beispiel im umwerfenden “At the Landing”, erinnern die vertrackten Harmonien und Arrangements gleichzeitig an Sufjan Stevens, Tim Buckley oder Bert Jansch, der auch dem Instrumental-als-Kreuzworträtselproblem “Stuck on 17 Across” Pate gestanden zu sein scheint. Wo ihn die volle Band begleitet und sich Tasten, Schlagzeug, Bass, Slide-Gitarren, Banjos und einiges mehr dazu gesellen, entsteht dagegen ein Rumble, der uns von Wien direkt in die Catskills oder vielleicht den Mittelwesten oder jedenfalls den für solche Idyllen reservierten Teil unserer Köpfe verfrachtet. Ob sich das mit dem Protetstantischen Arbeitsethos auf seine musikalischen Aktivitäten bezieht, wissen wir übrigens nicht, aber PWE hat jedenfalls als Usatys Überstundenprojekt neben seiner sonstigen Beschäftigung in der Band KES begonnen. Wird spannend zu hören, wie PWE die feingestrickten akustischen Vibes von Usatys Aufnahmen live umsetzen lassen.</p>
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		<title>Peter Gabriel</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 11:10:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist an die drei Jahre her, da hörte ich auf der damals noch ziemlich spannenden Plattform Myspace den Song „The Other Side“ von 1981, eine in wolligem Bariton vorgetragene, erstaunlich eingängige, enorm musikalisch arrangierte Nummer, die sich unglaublicherweise als das Homerecording-Produkt eines Wiener Songwriters herausstellte. Ich bat um die Zusendung des Files, damit er den Song in einer seiner Sendung FM4 Heartbeat spielen konnte. Und schickte ihn daraufhin mit begeisterten Empfehlungen an die FM4-Musikredaktion weiter. Soviel zur alten Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist an die drei Jahre her, da hörte ich auf der damals noch ziemlich spannenden Plattform Myspace den Song „The Other Side“ von 1981, eine in wolligem Bariton vorgetragene, erstaunlich eingängige, enorm musikalisch arrangierte Nummer, die sich unglaublicherweise als das Homerecording-Produkt eines Wiener Songwriters herausstellte. Ich bat um die Zusendung des Files, damit er den Song in einer seiner Sendung FM4 Heartbeat spielen konnte. Und schickte ihn daraufhin mit begeisterten Empfehlungen an die FM4-Musikredaktion weiter. Soviel zur alten Geschichte vom vorgeblichen FM4-Hype, gefolgt von der anderen unausweichlichen Schrulle des von einem Limonadenmulti gesponserten Talentewettbewerbs, den derselbe junge Mann wenig später verdient gewann — nur um festzustellen, dass er für sein aus dem Hauptpreis (der Finanzierung einer professionellen Produktion) resultierendes Album erst recht kein Label finden sollte. Zumindest keines, das für ihn tun hätte können, was er nicht auch selber kann.</p>
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